Vernachlässigte Superhelden

Speichertechnologien sind auf dem besten Weg, zur vierten Säule des Energiesystems neben Erzeugung, Transport und Verbrauch zu werden. Doch noch längst sind nicht alle Hürden beseitigt.

Energiespeicher werden oftmals als „Schweizer Taschenmesser” für die Energiewende bezeichnet. Sie bieten eine enorme Flexibilität an Betriebsmodellen und Einsatzbereichen, um Angebot und Nachfrage im Stromnetz optimal aufeinander abzustimmen – vom intelligent vernetzten Heimspeicher-Schwarm über den Quartiersspeicher bis hin zum stationären Großspeicher. Forschung, Energiewirtschaft und nicht zuletzt auch die Anbieter haben in den letzten Jahren viel getan, um diese Potenziale zu demonstrieren. Doch bis die unterschiedlichen Energiespeicher ihre Rolle als vierte Säule des Energiesystems tatsächlich spielen können, muss noch einiges geschehen. So werden Speicher insbesondere bezüglich der Marktzugangsbedingungen noch immer benachteiligt, was die Wirtschaftlichkeit vieler Speichertechnologien trotz sinkender Batteriepreise stark limitiert. Verglichen mit der Energiespeicherung sind der Netzausbau und das Abregeln von erneuerbaren Erzeugern derzeit oft die günstigere Variante. Umso erfreulicher sind die zahlreichen Entwicklungen und Projekte, die auch diese Herausforderung annehmen.

Anschlusszahlen Batteriespeicher in Deutschland 2017 (Schätzung des BVES): Aktuell sind die meisten Speicher auf Haushalts- und Kleingewerbsebene installiert. Allerdings soll die Zahl der angeschlossenen Speicher auf Mittelspannungsebene bis 2035 am stärksten steigen. Quelle: BVES Branchenschätzung

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