Mark-E Pumpspeicherkraftwerk Rönkhausen – Arbeiten im Zeitplan

Die Mark-E Aktiengesellschaft (Mark-E) und die Stadtwerke Aachen AG (STAWAG) haben mit den Arbeiten zur Zukunftssicherung des Pumpspeicherkraftwerks (PSW) in Finnentrop-Rönkhausen begonnen. Die von den Partnern gegründete Gesellschaft „PSW Rönkhausen GmbH & Co. KG“ hat Mark-E als Generalunternehmer mit den Sanierungs- und Revisionsmaßnahmen beauftragt. Mark-E pachtet das PSW von der gemeinsamen Gesellschaft und wird somit – wie in den letzten 50 Jahren – auch in Zukunft Einsatzweise, Betrieb und Vermarktung des PSW verantworten. Insgesamt belaufen sich die nun vorgesehenen Investitionen auf rund 25 Mio. Euro, die im Rahmen einer Projektfinanzierung bereitgestellt werden. Zielsetzung der Maßnahmen ist der Weiterbetrieb des PSW bis zum Jahr 2045.

Gesamtansicht des Oberbeckens während der Sanierungsmaßnahme. Foto: Mark-E Aktiengesellschaft/Andreas Köster

Das PSW Rönkhausen ist eines von zwei Pumpspeicherkraftwerken in Nordrhein-Westfalen. Es wurde im Zeitraum 1965 – 1968 errichtet und befindet sich seit 1969 im kommerziellen Betrieb. Das PSW verfügt über eine installierte Leistung von 140 Megawatt (MW), aufgeteilt auf 2 Pumpturbinen mit einer Leistung von jeweils 70 MW. Die derzeitige Speicherkapazität des Oberbeckens beläuft sich auf rund 690 Megawattstunden (MWh) und kann binnen 5 Stunden befüllt oder geleert werden.

Für den sicheren und wirtschaftlichen Weiterbetrieb war nach fast 50 Jahren Betrieb ein umfangreiches Maßnahmen-Paket erforderlich. Eine wesentliche Maßnahme ist die Instandsetzung der alten Abdichtung des Oberbeckens (ca. 100.000 m²). Hierzu wird das Oberbecken abgefräst und mit einer neuen Dichtung versehen. Zudem soll durch die Errichtung einer ca. 1,20 Meter hohen Wellenschutzwand sowie der Erhöhung der Überlaufschwelle am Unterbecken die Speicherkapazität um ca. 70.000 m³ bzw. 45 Megawattstunden (MWh) erweitert werden. Auch eine große Revision an beiden Maschinensätzen ist erforderlich, nachdem die letzte große Revision in 2003 durchgeführt wurde. Hierzu wurden bereits die Hauptkomponenten (Pumpturbinen und Kugelschieber) komplett demontiert und zur Werksüberholung nach Süddeutschland transportiert.

Asphaltierungsarbeiten am Oberbecken des PSW. Foto: Mark-E Aktiengesellschaft/Andreas Köster

Die Arbeiten sollen im Oktober 2018 beendet werden. Im Anschluss erfolgt die Wieder-Inbetriebnahme und der Probebetrieb. Für den Zeitraum der Arbeiten ist das Oberbecken für die Öffentlichkeit gesperrt. Durch die nun vorgesehenen Maßnahmen erhöht sich unter anderem die Speicherkapazität auf 735 MWh. Der Strombezug und die Einspeisung des erzeugten Stroms erfolgen über das 110-kV-Netz der ENERVIE Vernetzt GmbH. Die ursprünglich in 2018 auslaufende Betriebsgenehmigung für das PSW wurde seitens der Bezirksregierung Arnsberg bereits bis 2045 verlängert.

www.enervie-gruppe.de

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