PFISTERER: Neue Isolatoren für den Faraday’schen Käfig

LAPP Insulators, ein Unternehmen der PFISTERER Gruppe, hat den berühmten Faraday’schen Käfig des Deutschen Museums in München mit nagelneuen Isolatoren ausgestattet. Jeder, der schon mal im Deutschen Museum in München war, kennt die Hochspannungsanlage dort. Blitze zucken durch die Halle, es ist ein Knallen zu hören und ein Mitarbeiter des Museums steigt Tag für Tag drei Mal in den Faraday‘schen Käfig, um zu zeigen, dass man in einem Metallkäfig auch vor einer Spannung von 220.000 Volt sicher ist. Die Vorführung mit dem Faraday‘schen Käfig zieht Jahr für Jahr rund 200.000 Besucher an. Es ist bei weitem die beliebteste Vorführung des Museums – und jeder, der sich das schon einmal angesehen hat, vergisst es nie mehr. Die Hochspannungsanlage stammt aus den 50er Jahren – die Isolatoren des Faraday‘schen Käfigs sind schon seit 66 Jahren im Einsatz. Da stellt sich die spannende Frage: Wie lange hält so ein Isolator eigentlich, an dem der Käfig mitsamt Mitarbeiter hängt? Ein TÜV-Experte, der die Anlage vor kurzem begutachten sollte, war außerstande, darüber Aussagen zu treffen. Und da die Experten beim Deutschen Museum jedes noch so geringe Risiko ausschließen wollten, entschloss man sich zum Austausch der Isolatoren. Nur: Woher bekommt man solche speziellen Ersatzteile schnell? Denn das Museum wollte natürlich nicht längerfristig auf sein Highlight verzichten.

Nach 66 Jahren entschied man sich erneut für Isolatoren aus Wunsiedel

Foto: PFISTERER Kontaktsysteme GmbH

Die Isolatoren für den Faraday’schen Käfig waren seinerzeit von dem Unternehmen Stemag mit Sitz im oberfränkischen Wunsiedel hergestellt worden – einem Vorläufer der heutigen LAPP Insulators GmbH. Das Unternehmen ist nach wie vor in Wunsiedel ansässig und damals wie heute ein weltweit führender Hersteller von Isolatoren. Und auch diesmal produzierte LAPP die gewünschten Isolatoren und stellten sie dem Museum kostenlos zur Verfügung. „Es ist für uns natürlich eine Ehre, im Deutschen Museum mit unseren Produkten vertreten zu sein“, sagt Jan Schulte-Fischedick, Leiter des technischen Consultings von LAPP Insulators. Gerrit Faust, Pressesprecher des Deutschen Museums fügt hinzu: „Wir freuen uns sehr, dass das Highlight unserer Hochspannungsanlage jetzt wieder funktioniert.“

Spektakuläre Versuche im Hochspannungslabor von LAPP

Jan Schulte-Fischedick kann noch auf ein weiteres Highlight verweisen, das sogar deutlich älter ist, aber trotzdem nach modernsten Maßstäben funktioniert: Die Firma betreibt in Selb bei Wunsiedel ein Hochspannungslabor, das seinen Betrieb 1928 aufgenommen hat und noch spektakulärere Hochspannungsversuche erlaubt – allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Sogenannte Koronarentladungen („Elmsfeuer“) sind in dem Labor ebenso zu beobachten wie spektakuläre „Stielbüschelentladungen“. Im Vergleich zur Hochspannungsanlage des Deutschen Museums ist alles ein bisschen größer: So kann das Hochvolthaus bei 1,3 Millionen Volt trocken und unter künstlichem Regen prüfen. Der Blitzgenerator kann sogar 2,1 Millionen Volt erzeugen.

www.pfisterer.com

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