Siemens-Technik sorgt für Netzstabilität im Rhein-Main-Gebiet

Im Auftrag des Übertragungsnetzbetreibers Amprion errichtete Siemens zwei Blindleistungskompensationsanlagen am bedeutenden Netzknotenpunkt Kriftel bei Frankfurt: Einen mechanisch geschalteten Kondensator mit Dämpfungsnetzwerk (MSCDN) sowie eine leistungselektronische Kompensationsanlage (STATCOM). Seit Ende Dezember 2018 laufen die Anlagen erfolgreich im Probebetrieb und können, je nach Bedarf, die Spannung im Netz anheben oder senken und sichern. Das ist notwendig, um das Netz trotz vermehrt schwankender Stromeinspeisungen aus erneuerbaren und dezentralen Energiequellen und immer weniger Großkraftwerken stabil zu halten. Die Umspannanlage Kriftel zwischen Frankfurt und Wiesbaden regelt die Stromverteilung für den Großraum Frankfurt mit seinen knapp sechs Millionen Einwohnern.

In Kriftel hat Siemens außerdem erstmals seine weiterentwickelten sogenannten Power-Module verbaut. Diese IGBT-Leistungstransistormodule können mehr Leistung zur VerfügIn Kriftel hat Siemens außerdem erstmals seine weiterentwickelten sogenannten Power-Module verbaut. Diese IGBT-Leistungstransistormodule können mehr Leistung zur Verfügung stellen als Vorgängermodule, wodurch für den vorgegebenen Regelbereich eine geringere Modulanzahl ausreicht als zuvor. „Wir freuen uns über den erfolgreichen Probebetrieb der bisher leistungsstärksten SVC PLUS-Anlage Europas, die wir unserem Kunden Amprion schlüsselfertig geliefert haben“, sagte Mirko Düsel, CEO der Business Unit Transmission Solutions in der Siemens-Division Energy Management. „Blindleistungskompensationsanlagen auf Basis unserer SVC-PLUS-Technik sind hochentwickelt und eignen sich außerdem hervorragend zur Flickerkompensation, Anbindung von Windkraftanlagen oder zur Bahnelektrifizierung.“

Das Herzstück von SVC PLUS, einem weiterentwickelten STATCOM, ist seine Multilevel-Stromrichtertechnik. Im Gegensatz zu anderen selbstgeführten Stromrichtertopologien ist die von SVC PLUS erzeugte Spannungsform aufgrund der Multileveltechnik nahezu sinusförmig. Deshalb können die bei früheren Lösungen häufig notwendigen niederfrequenten harmonischen Filter entfallen, und die Gesamtanlage benötigt deutlich weniger Platz. Die durchschnittliche Verfügbarkeit einer Siemens-SVC PLUS-Anlage beträgt weit über 99 Prozent. Siemens ist Weltmarktführer in diesem Bereich und hat weltweit bisher mehr als 100 SVC-PLUS-Anlagen verkauft. (jr)

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