Netze BW investiert rund 300 Millionen Euro zusätzlich in das Stromnetz im Land

05.03.2019

Rund 2.000 Kilometer Freileitungen in Baden-Württemberg, und damit deutlich mehr als bisher geplant, sollen in den nächsten zehn Jahren durch neue, leistungsfähigere Erdkabel ersetzt werden. Dafür plant die EnBW-Tochter Netze BW, der größte Stromnetzbetreiber im Land, zusätzliche Investitionen in Höhe von 300 Millionen Euro. Im Fokus steht dabei die mittlere Spannungsebene mit 10.000 oder 20.000 Volt, informiert die Netze BW. „Die Mittelspannung ist als Bindeglied zwischen den überregionalen und den örtlichen Netzen enorm wichtig. Durch den Einsatz von Erdkabeln werden die Leitungen leistungsfähiger und zugleich weniger anfällig für Wind und Wetter. Deshalb zahlt jeder investierte Euro unmittelbar auf die sichere Stromversorgung ein“, erklärte Netze BW-Geschäftsführer Christoph Müller.

Mit einem solchen „Kabelpflug“ werden Stromleitungen schonend und schnell in der Erde verlegt. Die Netze BW will in den nächsten Jahren rund 2.000 Kilometer Leitungen zusätzlich verkabeln. Foto: Netze BW GmbH

Insgesamt umfasst das Netz der Netze BW knapp 100.000 Kilometer und könnte damit rein rechnerisch 2,5mal um die Erde führen. Insgesamt gehören zur Infrastruktur des Netzbetreibers ca. 7.600 km Hochspannung (110.000 Volt), 28.000 km Mittelspannung (10.000/20.000 Volt) und ca. 61.000 km Niederspannung (220/440 Volt) mit über 2,3 Millionen angeschlossene Netzkunden.

Regionale Schwerpunkte des Investitionsprogramms sind der Raum Oberschwaben/Allgäu, der Enzkreis, die Region Heuberg sowie die Albhochfläche. „Vor allem in diesen Regionen haben wir aus topografischen und historischen Gründen noch vergleichsweise viele Freileitungen“, so Christoph Müller. „Und wir schlagen zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir verlegen, wo immer möglich, auch Leerrohre für die Breitbandverkabelung.“ (pq)

www.netze-bw.de

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