dena-Studie zum Einsatz von Blockchain im Energiesystem

06.03.2019

Schon heute kann die Blockchain-Technologie in vielen Bereichen der Energiewirtschaft Mehrwert für Unternehmen und Verbraucher bieten – das ist ein Ergebnis der Studie „Blockchain in der integrierten Energiewende“ der Deutschen Energie-Agentur (dena). Sie untersucht den Beitrag der Blockchain zur Energiewende anhand elf Anwendungsfälle aus den energiewirtschaftlichen Bereichen Asset Management, Datenmanagement, Marktkommunikation, Stromhandel und Finazierung. Die Anwendungsfälle für Blockchain im Energiesystem wurden unter anderem hinsichtlich technologischer Reife, Wettbewerbssituation mit anderen Digitaltechnologien, betriebs- und volkswirtschaftlichem Nutzen, strategischem Mehrwert und regulatorischem Umfeld analysiert. Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung zum Ergebnis der Studie: „Unsere Studie zeigt, dass die Blockchain besonders dann nützlich werden kann, wenn sie existierende Protokolle zum digitalen Informationsaustausch ergänzt. Sie verdeutlichet aber auch, dass für jede Anwendung eine Einzelfallanalyse erforderlich ist.“

Technologie noch in der Entwicklungsphase

Bezüglich der Wirtschaftlichkeit zeigte die Studie laut dena, dass Blockchain-Technologie einen besonders hohen ökonomischen Nutzen im Bereich der Zertifizierung von Herkunftsnachweisen, der Anmeldung von Anlagen im Marktstammregister und Energiedienstleistungen für Gebäude und Industrieprozesse erwarten lässt. Bei der Beurteilung der technologischen Eignung von Blockchain in den energiewirtschaftlichen Anwendungsfeldern ragen der Studie zufolge derzeit unter anderem die Energiedienstleistungen für Gebäude und Industrieprozesse, der Peer-to-Peer-Handel und Mieterstrom hervor. Generell befinde sich die Technologie allerdings noch in der Entwicklungsphase. Im regulatorischen Assessment der Anwendungsfälle zeigt die Studie, dass der Blockchain-Einsatz im Energiebereich im Rahmen des Energierechts prinzipiell möglich ist, aber eine Einzelfallbewertung aufgrund verschiedener Einflussfaktoren wie unter anderem dem Datenschutz- und Datensicherheitsrecht erforderlich macht.

Die Studie wurde zusammen mit 16 Partnern realisiert: Alliander, BKW, cronos Unternehmensberatung, DKB, EnBW Energie Baden-Württemberg, EWE NETZ, General Electric, items, ista International, Mainova, Netz Lübeck, Pfalzwerke, Rheinische NETZGesellschaft, Siemens, Stadtwerke Leipzig, VERBUND. Einbezogene Fachgutachter sind Prof. Dr. Jens Strüker, Geschäftsführer am Institut für Energiewirtschaft (INEWI) der Hochschule Fresenius, für den ökonomischen und technologischen Part sowie Dr. Ludwig Einhellig, Senior Manager & Head of Smart Grid bei Deloitte, für den regulatorischen Teil. (vb)

www.dena.de

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