edna-Fachtreffen stellt Standardisierungsbedarf bei E-Mobility und Flexibilitäten heraus

18.03.2019

Der edna Bundesverband Energiemarkt & Kommunikation e.V. wird sich künftig in einer neuen edna-Projektgruppe – „E-Mobility“ – für die Standardisierung der Marktprozesse in der Elektromobilität sowie in der Projektguppe „Energiehandel, Compliance und Regulatorisches Reporting ECR“ bei der netzdienlichen Steuerung von Flexibilitäten einsetzen, wie der Verband im Anschluss seines Fachtreffens von Mitte März mitteilt. Auf dem Fachtreffen erläuterten Bernhard Mildebrath von der Schleupen AG und Mitglieder des edna-Vorstands die Notwendigkeit von Standardisierungsmaßnahmen – am Beispiel der Marktrollen: „Einmal ist vom EMP, dem E-Mobility-Provider, einmal vom CSP, dem Charge-Point-Provider, die Rede. Ähnlich ist es beim CPO, dem Charge-Point-Operator. Alle damit zusammenhängenden Prozesse sind proprietär, Standards existieren nicht“, so Mildebrath. „Auch im Bereich der Flexibilitäten sind viele Prozesse noch nicht sauber definiert“, ergänzt Dr. Alexander Stroband von Schleupen.

Auf dem edna-Fachtreffen stand die Standardisierung von Marktprozessen bei E-Mobility und Flexibilitäten im Fokus – aber auch die Marktkommunikation in Österreich und der Schweiz. Foto: Uwe Pagel/Press’n’Relations

Neben dem Thema Standardisierung bei E-Mobility und Flexibilitäten stand die Marktkommunikation in Österreich und der Schweiz im Fokus des Fachtreffens. Hier stellte Dr. Michael Merz von der ponton GmbH die Plattform EDA vor, über die die komplette Marktkommunikation in Österreich abgewickelt wird. Auf Basis eines standardisierten Formats (ebXML) und Kommunikationsprotokolls (AS4) sowie definierter Prozesse wird hier der gesamte Datenaustausch zwischen allen Markteilnehmern sicher und performant abgewickelt. Völlig anders stellt sich die Situation in der Schweiz dar, wie Hansjürg Stifler von der Swissgrid beschreibt: Bislang kommunizieren sämtliche der rund 1.000 aktiven Marktteilnehmer „Punkt-zu-Punkt“ und über unterschiedliche Wege miteinander – vom E-Mail über FTP bis hin zu FTPS. Zudem basieren die Marktprozesse auf selbstbestimmten Definitionen und seien damit rechtlich nicht verbindlich. Für mehr Einheitlichkeit sorge jetzt die Umstellung des Marktdatenaustauschs am 16. April 2019. Hierfür wurden neue Wechselprozesse und Formate definiert. Künftig dürfen damit Daten in der Schweiz auch nur noch über verschlüsselte FTPS-Nachrichten ausgetauscht werden. (vb)

www.edna-bundesverband.de

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