Husum Wind: Steckdose für Windparks

09.08.2019

Ob Offshore oder Onshore: Windparks entstehen zumeist weit weg von den Lastzentren. Gleichzeitig sind die Mittelspannungsnetze in Deutschland häufig nicht für die Stromausbeute der Windenergie ausgelegt und eigene Leitungen zum nächsten Umspannwerk zu teuer. Daher hat die Netze BW GmbH, Tochterunternehmen des EnBW-Konzerns, eine modulare Lösung für die Einspeisung auf Hochspannungsebene entwickelt. Das neue Produkt mit dem Namen Wind-Steckdose kombiniert je nach Leistung und Entfernung Trafos mit 25, 40 oder 63 MVA und Mittelspannungsleitungen mit 20 oder 30 kV. Welchen Wert das neue Netze BW-Produkt haben kann, hat bereits die WIRSOL Solar AG erfahren dürfen: Für den von WIRSOL betriebenen Windpark Straubenhardt hat das baden-württembergische Unternehmen eine Wind-Steckdose mit 33 MW Kapazität für elf Anlagen im Enzkreis bauen lassen. „Punktgenau neun Monate nach Vertragsabschluss kam es zur Produktübergabe – das hat uns spürbar entlastet”, resümiert Projektleiter Simon Schunter. Insgesamt sind bereits zehn Wind-Steckdosen realisiert und installiert worden.

Problematisch kann die mangelnde Termintreue beim Netzanschluss sein. Das weiß auch Markus Steinhauser, Key Accounter bei der Netze BW. „Wir bauen deshalb auf eine nachhaltige Kooperation mit einem erfahrenen Generalunternehmen, damit es gar nicht erst zu diesem Problem kommt”, berichtet Steinhauser. Der Generalunternehmer erstellt nach Netze BW-Angaben mit zwei Wochen Vorlauf in drei Monaten einen Bauantrag. „Maximal vier Monate nach Erhalt der Genehmigung erfolgt dann die Inbetriebnahme“, so Steinhauser. (jr)

www.netze-bw.de

Halle 1, Stand 1D08

Publikationen des 50,2 Verlages


Der Branchenleitfaden für Stadtwerke und Netzbetreiber
Die "gelben Seiten" der IT-Sicherheit



Der Branchenleitfaden für Stadtwerke und Netzbetreiber
Die "gelben Seiten" des Smart Metering-Marktes

Der Rollout-Leitfaden für die Praxis
Unterstützung bei der Einführung der Smart-Meter-Technologie.