Maschinenbauer setzt auf fassadenintegrierte PV-Anlagen und Batteriespeicher

12.08.2019

Im metallverarbeitende Unternehmen Mayer Gruppe aus Heidenheim spielen energieintensive Prozesse eine dominierende Rolle. Daher hat sich das Unternehmen seit längerem Umweltgesichtspunkte auf die Agenda geschrieben. Im vergangenen Jahr stand die Erweiterung des Standortes mit einem neuen Verwaltungsgebäude an. Mayer wollte mit einer ökologischen Zukunftsinvestition ein Zeichen setzen und setzte auf ein neuartiges Konzept: In die Fassade des neuen Gebäudes ließ Mayer Photovoltaikanlagen mit einem Lithium-Ionen-Energiespeicher der VARTA Storage GmbH integrieren. „Wir möchten mit dem Neubau eine nachhaltige Energieversorgung umsetzen und von zukünftigen Strompreissteigerungen unabhängiger werden“, sagt Klaus Mayer, CEO der Firma Mayer.

Fassadenintegrierte Photovoltaikanlage

Baustein der betrieblichen Energiewende bei der Firma Mayer: Eine Kombination aus fassadenintegrierter PV-Anlage und einem VARTA-Speichersystem. Foto: VARTA Microbattery/VARTA Storage

Dem Geschäftsführer zufolge sprechen zwei Gründe für die gebäudeintegrierte PV-Anlage. Zum einen sichere sie eine bestmögliche solare Ausbeute. Zum anderen lassen sich Kosten für eine konventionelle Fassade einsparen. „Mit der neuen PV-Anlage in Kombination mit dem Energiespeicher von VARTA können wir nun wie von uns gewünscht einen möglichst hohen Eigenverbrauch unseres Solarstroms realisieren und dadurch die elektrische Leistungsaufnahme aus dem Netz reduzieren“, so Klaus Mayer. Die ersten Betriebserfahrungen seien positiv. Die gebäudeintegrierte PV-Anlage hat eine Leistung von 90,3 kWp und erzielt laut Mayer einen durchschnittlichen Jahresertrag von rund 810 kWh/kWp. Dem gegenüber stehe ein erwarteter Verbrauch an elektrischer Energie von etwa 460.000 kWh.

Der neu installierte Lithium-Ionen-Energiespeicher VARTA flex storage 36/75 hat eine Lade- und Entladeleistung von 36 kW und eine nutzbare Kapazität laut Hersteller von 75 kWh. VARTA Storage hat die Energielösung bei Mayer gemeinsam mit WALTER Konzept entwickelt und umgesetzt. Dabei ließ sich das System von VARTA Storage, einer Tochtergesellschaft der VARTA AG, an die örtlichen Bedingungen anpassen, wie Volker Dietrich, Sales Manager bei VARTA Storage, hervorhebt: „Leistung und Kapazität des modularen Systems sind kaskadierbar.“

Durchschnittlich produziert die Kombination aus PV-Anlage und Speicher nun eine Kilowattstunde Strom für 12 Cent. Das Unternehmen Mayer erwartet innerhalb von 25 Jahren Einnahmen von rund 396.000 Euro, resultierend aus dem vermiedenen Strombezug und der erzielten Einspeisevergütung. (vb)

www.varta-storage.com

www.mayer.de

www.walter-solar.de

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