BDEW-Zahlen: Anzahl öffentlicher Ladepunkte in Deutschland um 50 Prozent gestiegen

14.08.2019 – Innerhalb eines Jahres ist die Anzahl von öffentlichen Ladepunkten für Elektroautos von 13.500 auf 20.650 gestiegen – ein Zuwachs von über 50 Prozent. Das geht aus den neuen Kennzahlen des BDEW-Ladesäulenregister hervor. Demnach sei in erster Linie die Energiewirtschaft Treiber dieser Entwicklung. „Vor allem die Energiewirtschaft hat hier ordentlich Tempo gemacht – sie betreibt drei Viertel aller öffentlichen Ladepunkte”, bestätigt Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Die Zahlen stammen aus dem BDEW-Ladesäulenregister.

Wie der BDEW darüber hinaus mitteilt, reiche das aktuelle, bundesweite Angebot öffentlicher Ladepunkte noch aus, um die beim Kraftfahrt-Bundesamt gemeldeten E-Autos zu bedienen. Handlungsbedarf bestehe hingegen beim Ausbau privater Ladeinfrastruktur, da nach wie vor etwa 85 Prozent der Ladevorgänge zuhause oder am Arbeitsplatz stattfinden.

Lösungsvorschläge

„Das Bundesjustizministerium muss endlich Fakten schaffen, damit es jedem Mieter und Wohnungseigentümer möglich ist, Ladeinfrastruktur einzubauen, wenn er die Finanzierung sicherstellt”, schlägt Kapferer vor. „Eine entsprechende Änderung des Miet- und Wohnungseigentumsrecht kostet keinen Cent, würde die Elektromobilität aber einen großen Schritt nach vorne bringen.”

Zudem sei es an der Zeit, so der BDEW-Hauptgeschäftsführer, mit hartnäckigen Mythen der Elektromobilität aufzuräumen. „Schon heute ist die Klimabilanz von E-Autos deutlich besser als die von Dieseln oder Benzinern. Ein Auto, das Normalstrom tankt, emittiert bei einer jährlichen Fahrleistung von 14.300 Kilometern nur 1,06 Tonnen CO2 pro Jahr. Das sind knapp 60 Prozent weniger als ein Auto, dass mit fossilen Brennstoffen angetrieben wird”, erklärt Kapferer. Zumal der Anteil der Erneuerbaren Energien am Strommix immer größer wird und zahlreiche Ladesäulen schon heute 100 Prozent regenerativ erzeugten Strom anbieten.

Auch sieht Kapferer die Stromnetze bereit für die Elektromobilität. Nach BDEW-Angaben könnten die sie schon heute bis zu 13 Millionen E-Autos laden – das entspricht etwa 30 Prozent des deutschen PKW-Bestandes.

Was ist das Ladesäulenregister überhaupt?

Mit der Ladesäulenregister-Plattform bieten der BDEW sowie die Energie Codes und Services GmbH ein Serviceangebot rund um Fragen der Infrastruktur für Elektromobilität: Es dient der Erfassung der in Deutschland vorhandenen öffentlichen und teilöffentlichen Ladepunkte. Dafür fließen Meldungen der Energieunternehmen und weiterer Marktakteure wie Parkhaus- oder Parkplatzbetreiber in die Plattform mit ein. (jr)

www.bdew.de

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