Stromnetz Berlin vereinfacht Anmeldung von Balkon-Solarkraftwerken

04.09.2019 – Seit einem Jahr dürfen Balkon-Solarkraftwerke grundsätzlich in jeder Wohnung angeschlossen werden. In Berlin wurde die Anmeldung nun stark vereinfacht. Das meldet die Agentur EmpowerSource.

Im Grunde ist es ganz einfach: Ein oder zwei Solarmodule von der Größe eines Badetuchs, wie man sie auch von Hausdächern kennt, ein kleiner Kasten mit den Maßen einer Taschentücherbox, um den Gleichstrom der Module in nutzbaren Wechselstrom zu wandeln, etwas Kabel und einen Stecker – mehr braucht man nicht, um zu Hause eigenen Strom zu erzeugen. Seit in 2018 eine entsprechende DIN-Norm abgeändert wurde, ist der Weg für solche Solarkraftwerke mit einer maximalen Leistung von 600 Watt (etwa der Verbrauch eines sparsamen Staubsaugers) frei.

Im Jahr 2018 wurde mit der DIN-Änderung der Weg für Balkon-Solarkraftwerke mit einer Maximalleistung von 600 Watt der Weg bereitet. Foto: EmpowerSource UG

Im Jahr 2018 wurde mit der DIN-Änderung der Weg für Balkon-Solarkraftwerke mit einer Maximalleistung von 600 Watt der Weg bereitet. Foto: EmpowerSource UG

Auch in anderen Ländern sind die kleinen Kraftwerke sehr beliebt. In Österreich etwa kann man sie ohne großen Aufwand einfach in eine übliche Haushaltssteckdose einstecken, von wo der Strom dann von selbst zu Kühlschrank, Fernseher und Kaffeemaschine fließt. In Deutschland müssen die Geräte über eine abzugssichere Steckdose verbunden und bei der Bundesnetzagentur sowie dem örtlichen Stromnetzbetreiber angemeldet werden.

Die Stromnetz Berlin GmbH fordert dazu nun nur noch ein A4 Blatt, das auf der Webseite des Unternehmens heruntergeladen werden kann. Verschiedene Akteure aus den Reihen der Berliner Solarverbände und -unternehmen wirkten bei dieser Vereinfachung mit. So auch Christian Ofenheusle von der Agentur EmpowerSource in Marzahn. „Wir hatten auf MachDeinenStrom.de, unserer Info-Plattform für Balkonkraftwerke, in den letzten Monaten immer mehr Registrierungen auch aus Berlin. Das Interesse am Thema steigt aktuell stark an. Auch die Anbieter der Anlagen, mit denen wir regelmäßig sprechen, bestätigen diesen Trend. Das Stromnetz Berlin hat das sehr offen aufgenommen und in Rekordzeit reagiert“, meint Ofenheusle, der bereits mehrere Netzbetreiber bei der Einführung solcher Verfahren begleitet hat. (pq)

www.empowersource.de

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