Mit EL-Messtechnik kleinste Schäden an PV-Anlagen lokalisieren

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PV-Park Hontheim aus der Vogelperspektive. Bild: WI Energy GmbH

04.08.2020 – Schwere Unwetter mit Sturm, Blitz und Hagel haben in Deutschland in den letzten Jahren zugenommen und führen oftmals zu erheblichen Schäden an Photovoltaikmodulen. Ertragseinbußen aufgrund von Microrissen, defekten Zellen oder schadhafte Bypass-Dioden lassen sich mit dem bloßen Auge nicht erkennen. Um diese gezielt aufzudecken, eignet sich die Elektrolumineszenz-Messung (EL-Messung). Diese Technik gehört zu den bildgebenden Verfahren und schafft es, ähnlich wie Röntgenstrahlen, das Innere einer Solarzelle zu beleuchten.

Auch das Energieunternehmen WI Energy setzt auf diese Technik und nutzt sie erstmals für die PV-Anlage der Gemeinde Hontheim. Die Schäden zeigen sich bei der Messtechnik durch eine Rückwärtsbestromung. Die angeschlossenen Module einer Reihe fangen an zu glimmen, vergleichbar mit LEDs. Das Leuchten liegt visuell im Nahinfrarotbereich und ist mit einer normalen Foto- oder Wärmebildkamera nicht sichtbar.

Kommunikation während der Messung ist das A und O

WI Energy Steiger für Aufbau der Kamera und Überblick über den PV-Park_Web
Aufbau des Steigers für Ausrichtung der Kamera und Überblick über den PV-Park. Bild: WI Energy GmbH

Für eine schnelle und effiziente Messung während der Nacht sind drei bis vier Personen erforderlich. Eine Person bedient die Kamera, eine weitere steuert das Netzgerät während zwei Teammitglieder die Strings anklemmen. Wichtig dabei: Alle Beteiligten müssen in der Lage sein, ständig miteinander zu kommunizieren. Bei der Messung in Hontheim erfolgte dies über Walky-Talky-Geräte. Darüber hinaus bedarf die Kamera der permanenten Kühlung, um eine Überhitzung zu vermeiden. (ds)

www.wi-energy.de

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