Abschlussbericht zur E-world: Leitmesse setzt neue Bestmarken

14.02.2020 – „Es war eine sehr erfolgreiche E-world 2020“, erklärte Oliver P. Kurt, Geschäftsführer der Messe Essen, zum Abschluss der Branchenleitmesse. „Die Branche sucht und findet in Essen greifbare Lösungen für die Energieversorgung der Zukunft. 74 Prozent der Fachbesucher sind Entscheider. Das unterstreicht die Bedeutung der E-world für den europäischen Energiesektor.“

Bestimmendes Thema auf der E-world, die vom 11. bis zum 13. Februar in der Messe Essen ausgerichtet wurde, war, wie auch in den Vorjahren, die Energiewende. Unternehmen zeigten, wie Produzenten und Verbraucher effizient miteinander vernetzt werden können, damit der Energieverbrauch minimiert wird. Dazu gehörten intelligente Steuersysteme für die Energieversorgungsunternehmen, flexible Batteriespeicher oder auch Adapter für Wasser- oder Stromzähler, die Daten einfach aufs Smartphone übermitteln. Zu sehen waren zudem smarte Straßenlaternen mit WLAN-Funktion, Kohlendioxid-Messgeräte, Parkraumanzeigen und E-Bike-Ladestationen. „Mit ihren Angeboten und Lösungen ist die E-world der perfekte Ort, um Technologien und Lösungsansätze des zukünftigen Energiesystems schon heute erlebbar zu machen“, sagte der nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Energieminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart.

Viele Unternehmen zeigten darüber hinaus, welche Möglichkeiten es für eine fossilfreie Zukunft gibt, in der alternative Antriebe und neue Kraftstoffe wichtiger werden. E.ON und Volkswagen präsentierten etwa ein neuentwickeltes ultraschnelles Ladesystem für Elektroautos. Markus Nitschke, Communication and Political Affairs E.ON SE: „E.ON blickt auf eine erfolgreiche Messebeteiligung zurück. Unser Motto ‚get connected‘ haben wir mit vielen Kunden umgesetzt.“

Die E-world feierte 2020 ihr 20-jähriges Jubiläum. Passend dazu meldeten die Veranstalter Rekordzahlen für die Branchenleitmesse. Foto: E-wolrd energy & water

Auch Vattenfall stellte seinen Messeauftritt unter das Leitmotiv einer fossilfreien Energieversorgung binnen einer Generation. Vattenfall-CEO Magnus Hall nannte dazu in der Pressekonferenz der E-world unter anderem die weltweit erste Pilotanlage zur fossilfreien Stahlproduktion mit Hilfe von Wasserstoff. Bestimmendes Thema an vielen Ständen waren zudem langfristige Stromlieferverträge – sogenannte Power Purchase Agreements (PPAs) – für Betreiber von Erneuerbare-Energien-Anlagen.

Plattform für Start-ups und Branchennachwuchs

Auf der E-world informierten sich erneut über 25.000 Besucher aus 25 Nationen. Sie kamen unter anderem von Energieversorgern, Stadtwerken und Dienstleistungsunternehmen. Ihr besonderes Interesse galt den Neuheiten. Die fanden sie vor allem im Ausstellungsbereich Innovation, der mit 130 Ausstellern so groß war wie noch nie zuvor. Hier zeigten junge Unternehmen und Start-ups sowie Forschungseinrichtungen ihre Ideen für die Energieversorgung von morgen. „Wir waren in diesem Jahr zum ersten Mal auf der E-world uns sind begeistert“, sagt Lars Overdiek, Geschäftsführer der Firma Sprungwerk. „Hier konnten wir unser Unternehmen und unsere Prozess-Dienstleistungen den Interessenten in einem ersten kurzen Fachgespräch näherbringen und gehen nun von einem guten Nachmessegeschäft aus.“ Ein ‚Speed-Dating‘ vermittelte darüber hinaus wertvolle Kontakte zwischen Unternehmensgründern und interessierten Investoren. Auf den Branchennachwuchs legten die Veranstalter der Fachmesse ebenfalls ein besonderes Augenmerk: So brauchte das Karriereforum am Messe-Donnerstag Studenten, Absolventen und Young Professionals mit Unternehmen zusammen.

Ansätze für die Energiewende

Wichtige Impulse gingen zudem vom Rahmenprogramm der E-world aus. Im messebegleitenden Kongress gaben Experten ihr Wissen weiter, darunter zu Themen wie „Wasserstoff – Lösungsansätze zur Energiewende“, „Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung“ oder „Glasfaser“. Den Auftakt am ersten Messetag machte der Kongress der EnergieAgentur.NRW mit rund 700 deutschen und internationalen Teilnehmern. EANRW-Geschäftsführer Dr. Frank-Michael Baumann dazu: „Schwerpunktthema in diesem Jahr war die Bedeutung von Energielösungen für Smart Cities. Dazu braucht es integrierte Versorgungskonzepte, die Strom, Wärme und Mobilität zusammen betrachten. Der 24. Fachkongress Zukunftsenergien der EnergieAgentur.NRW hat das Thema umfassend betrachtet und zu einer breiten Vernetzung der Entscheidungsträger für zukunftsfähige Energielösungen für Städte beigetragen.“ Zudem gab es in den themenspezifischen Foren „Smart Tech“, „Innovation“, „Energy Transition“ und „Trading & Finance“ Vorträge und Diskussionen direkt in den Messehallen.

Bestnoten für die E-world

Diese Kombination aus Messe und Kongress hätte bei den Besuchern hohen Zuspruch gefunden, teilt der Veranstalter der E-world in einer Pressemeldung mit. Demnach lobten 94 Prozent die Präsenz der Marktführer. Dabei bestätigte die Leitmesse ihre Attraktivität auf europäischer Ebene: Knapp jeder fünfte Messebesucher reiste von außerhalb Deutschlands an. Besonders stark vertreten waren Gäste aus Großbritannien, Dänemark und den Niederlanden. Zum Tag der Konsulate am Mittwoch kamen darüber hinaus Teilnehmer aus Israel, Schweden, Kuwait und Kuba. 92 Prozent der Besucher und 96 Prozent der Aussteller wollen nach Angaben der Veranstalter auch an der nächsten E-world teilnehmen.

Zahlen im Detail

Die E-world wird gemeinsam von con|energy und der Messe Essen veranstaltet. Sie verzeichnete 813 (2019: 780) Aussteller aus 25 (26) Nationen. Die Hochrechnung des letzten Messetages mit einbezogen kamen rund 24.000 (23.000) registrierte Fachbesucher (FKM). Die umfangreichen Rahmenprogramme besuchten außerdem neben internationalen Teilnehmern unter anderem Ehrengäste, Pressevertreter und Influencer. Der Fachbesucheranteil lag bei 99 (99) Prozent. (jr)

www.e-world-essen.de