Bender mit neuer Laderegler-Generation CC613

14.05.2020 – Der Charge Controller CC613 bringe laut Bender erweiterte Funktionalitäten für einen wirtschaftlicherem Betrieb mit: Die neuen Produktfeatures im Überblick:

  1. Integrierte Ethernet-Schnittstelle ermöglicht u. a. eine Modbus TCP-Kommunikation und eine Energiemanagementanbindung über EEBUS
  2. Unterstützung des Standards IEC 62955
  3. Das integrierte DLM (dynamisches Lastmanagement) wird kontinuierlich um weitere Funktionen ergänzt, kann aber auch durch übergeordnete Systeme überschrieben werden
  4. Die Ansteuerung zur Not-Entriegelung des Steckers ist im modifizierten Gehäuse integriert
  5. Die kontinuierliche PE-Überwachung stellt sicher, dass der PE-Anschluss richtig angeschlossen ist
  6. Es stehen weiterhin freie Software-Updates zur Verfügung

Einbindung und Wartung

Das neue Produkt verfügt über eine integrierte Ethernet-Schnittstelle, mit der sich der Controller direkt in ein bestehendes Ethernet-Netzwerk integrieren lässt. Zudem kann über die Schnittstelle eine vernetzte Ladeinfrastruktur aufgebaut werden, die sich bequem aus der Ferne warten und steuern lässt.

Neu ist auch die integrierte Not-Entriegelung: Im Falle eines Spannungsausfalls gibt diese die Ladeverbindung an der Ladesäule frei, sodass sich der Ladestecker sicher entfernen lässt. Da keine zusätzlichen Komponenten zur Steckerfreigabe oder Verdrahtung benötigt werden, können laut Bender Kosten reduziert und ein kompakterer Aufbau einer Ladesäule oder Wallbox ermöglicht werden. Durch die im Vergleich zum Vorgängermodell CC612 gleichbleibende und kompakte Bauform des CC613 (112,3 mm x 23,5 mm x 99 mm) ist der neue Charge Controller in kleinen Ladestationen oder Wallboxen einsetzbar. Bestehende Ladesäulen ließen sich Bender zufolge durch die gleiche Bauform ohne großen Aufwand auf die neue Laderegler-Generation upgraden.

Sicherheit und Überwachung

Für die Verbesserung der elektrischen Sicherheit verfügt der CC613 über eine „Weld-Check“-Funktion, die ein „Verkleben“ des Schützes erkennt. Zudem bietet der CC613 eine kontinuierliche PE-Überwachung, die eine ordnungsgemäße Verbindung des PE-Anschlusses an den Controller sicherstellt. Mit dem neu integrierten 230 V-Steuerrelais ist das Schütz zur fahrzeugseitigen Leistungsfreigabe direkt mit dem Controller schaltbar. Ein zusätzliches Relais ist nicht mehr notwendig, wodurch die Kosten eines Ladepunktes weiter reduziert werden.

Um den Laderegler mit Hilfe eines übergeordneten Systems (z. B. Energiemanagementsystem) steuern zu können, verfügt der CC613 zusätzlich über eine externe Modbus-Schnittstelle. Mit diesem neuen Feature ist der Betreiber einer Ladeinfrastruktur in der Lage, die Controller unabhängig von einer Backend-Anbindung remote zu steuern (Freigabe von Nutzern, max. Ladestrom, etc.).

Zwecks Kostenoptimierung ist die neue Laderegler-Lösung ebenfalls mit einer DC-Fehlerstromerkennung nach IEC 62955 ausgestattet, die eine Verwendung eines RCD Typ B vermeidet. Somit ist der Einsatz eines kostengünstigeren RCD Typ A ausreichend. (ds)

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