Cortility: Corona bringt Digitalisierung der Versorger-Welt voran

04.05.2020 – Nachdem die ersten Schwierigkeiten durch den Corona-Lockdown überwunden sind, gehören Homeoffice, abteilungsübergreifendes Arbeiten mit Clouddiensten und Web-Meetings auch in der Versorgungsbranche inzwischen zum Alltag – Arbeitsweisen und IT-Werkzeuge, die noch vor einem Vierteljahr in vielen EVU nicht denkbar waren.

„Es ist zu vermuten, dass sich die coronabedingten Veränderungen im Arbeitsumfeld auch gravierend auf den Einsatz moderner digitaler Lösungen bei energiewirtschaftlichen Kernaufgaben auswirken werden“, erwartet Klaus Nitschke, Geschäftsführer des IT-Dienstleisters Cortility GmbH. „Wir IT-Dienstleister kamen von Anfang an gut bis sehr gut mit der Fernwartung und dem mobilen Arbeiten zurecht. Effizienzverluste durch die Arbeit im Mobiloffice waren und sind kaum spürbar, bestenfalls beim fehlenden persönlichen Kontakt zu Kollegen und Kunden“, beschreibt er die Lage in den ersten Tagen. Für die Energieversorger sei die Umstellung deutlich schwieriger gewesen, da hier die technischen Voraussetzungen nicht in der Breite und Stabilität wie bei den IT-Dienstleistern vorhanden waren. Auch die Vertrautheit der Mitarbeiter mit Video- und Webkonferenzen sei anfangs oft sehr ausbaufähig gewesen. „Doch inzwischen haben sich Routinen etabliert, die die Arbeit annähernd auf das gleiche Effizienzniveau wie vor der Krise heben“, so Nitschke. Die Mitarbeiter bei den Kunden hätten eine enorme Lernkurve hingelegt. „Ohne Corona hätten wir die heute vorhandenen Fähigkeiten zur abteilungsweiten Arbeit im Mobiloffice und der abteilungsübergreifenden Zusammenarbeit über virtuelle Plattformen im Kerngeschäft der Energieversorger vermutlich auf Jahre nicht erlebt“, ist sich der Cortility-Chef sicher.

Von besonderer Bedeutung seien die Erfahrungen, die die Energiebranche derzeit vor dem Hintergrund der Zukunftsaufgaben macht, so Nitschke: „Die IT wird nicht mehr bloßes Werkzeug sein, sondern in vielen Fällen der gestaltende und marktentscheidende Faktor. Und hier könnte die Corona-Krise in der Energiewirtschaft für deutliche Impulse gesorgt haben. Denn sowohl interne Veränderungen – wie das abteilungsübergreifendes Arbeiten im Mobiloffice – als auch die Erwartungen der Kunden, dass ein Stadtwerk reibungslose Online-Services rund um die Uhr anzubieten hat, sorgen für neue Ansätze bei der Unternehmens-IT. Standen Online und Cloud bisher besonders für Kostenersparnisse, sind diese beiden Aspekte heute auch bei vielen Energieversorgern als wichtige Grundlage für die Zusammenarbeit im Unternehmen und kundenorientierte Angebote erkannt.“ (pq)

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