EnBW erreicht vorzeitig Umbauziel für 2020

27.03.2020 – Mit einem Ergebnisanstieg von 12,7 Prozent auf 2,43 Milliarden Euro (Adjusted EBITDA) hat die EnBW im Geschäftsjahr 2019 ihr Umbauziel vorzeitig erreicht. Das Ergebnis 2019 liegt im Rahmen der Jahresprognose von 2,35 bis 2,5 Milliarden Euro. Der Außenumsatz lag bei rund 18,77 Milliarden Euro, dies entspricht einem Minus von 9,9 Prozent gegenüber Vorjahr (20,82 Mrd. Euro), in erster Linie bedingt durch ein geringeres Handelsvolumen in Verbindung mit niedrigeren Preisen im Gasbereich. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 23.293, dies entspricht einem Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

2019 wurde durch den Kauf des französischen Projektentwicklers Valeco im Bereich der Erneuerbaren Energien sowie der Kölner Plusnet im Telekommunikationsbereich in das Wachstum investiert. Des Weiteren seien die Offshore-Großprojekte Hohe See und Albatros im vorgesehenen Zeitplan und innerhalb des geplanten Kostenrahmens fertiggestellt worden.

EnBW-Chef Frank Mastiaux zeigt sich erfreut, dass alle Segmente zu diesem Erfolg beigetragen hätten und ergänzt: „Zudem haben wir mit unseren Akquisitionen und Fortentwicklungen in den Bereichen Erneuerbaren, E-Mobilität und Telekommunikation bereits greifbare Fortschritte in Richtung Ziele 2025 gemacht“.

Weitere Ergebnissteigerung für 2020 geplant

Für das laufende Geschäftsjahr erwarte der Energieversorger laut Finanzvorstand Thomas Kusterer erneut ein deutliches Ergebniswachstum, angepeilt sei die Bandbreite von 2,75 bis 2,9 Milliarden Euro. Das entspreche einer Steigerung von 13 bis 19 Prozent. „Vor allem bei den Erneuerbaren Energien rechnen wir durch unsere neuen Offshore-Windparks Hohe See und Albatros mit einer erneuten deutlichen Ergebnissteigerung“, erklärt Kusterer. Darüber hinaus werde ein weiterer Zubau und -kauf bei Onshore-Windparks und Photovoltaikanlagen für zusätzliches Wachstum sorgen. Für das Geschäftsfeld Erneuerbare Energien werde ein Ergebnis zwischen 825 und 925 Millionen Euro erwartet.

Mit dem Geschäftsbereich Netze wachse auch der Anteil des regulierten und damit risikoärmeren Geschäfts der EnBW, dieser soll rund 1,3 bis 1,4 Milliarden Euro zum Ergebnis beitragen. Im Bereich konventionelle Erzeugung und Handel werde mit einem Ergebnis zwischen 425 bis 500 Millionen Euro gerechnet. Bei den Vertrieben sei ein Wert zwischen 325 und 400 Millionen Euro angesiedelt, verstärkt getrieben durch den Telekommunikationsbereich.

Neues Wachstum in strategischen Geschäftsfeldern

Bis 2025 solle die Weiterentwicklung des Unternehmens weiter vorangetrieben werden, in diesem Kontext seien Internationalisierung, neue Infrastruktur-Themen und die Digitalisierung im Rahmen des gesellschaftlichen Wandels anzugehen. Dies stelle Frank Mastiaux zufolge neue Anforderungen an Strukturen und Prozesse sowie an die Kompetenzen der Mitarbeiter: „Die EnBW setzt konsequent zum nächsten Sprung an. Als Unternehmen wollen wir weiterhin unsere aktuellen Ziele verlässlich erfüllen und verfolgen gleichzeitig für die Zukunft einen klaren Plan.“ (ds)

www.enbw.com