Ergebnisse der Ausschreibungen der BNetzA

26.06.2020 – Alles beim Alten, so lautet grob gesprochen das Fazit der technologiespezifischen Ausschreibung für Windenergie an Land sowie für Solarenergie zum Gebotstermin 1. Juni 2020.

Onshore verharrt in der Krise, die Ausschreibung ist erneut deutlich unterzeichnet. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 825.527 kW wurden 62 Gebote mit einem Volumen von 467.590 kW eingereicht. 61 Gebote mit einem Volumen von 463.990 kW werden einen Zuschlag erhalten. Damit wird nur etwas mehr als die Hälfte der ausgeschriebenen Menge vergeben.

Regional betrachtet gehen die meisten Zuschläge an Gebote für Standorte in Schleswig-Holstein (21 Zuschläge, 128.740 kW) und Nordrhein-Westfalen (16 Zuschläge, 96.850 kW). Ebenfalls bezuschlagt werden drei Gebote von Bürgerenergiegesellschaften. Die Gebotswerte der bezuschlagten Gebote reichen von 5,90 ct/kWh bis 6,20 ct/kWh. Der durchschnittliche Zuschlagswert liegt bei 6,14 ct/kWh und damit über dem der Vorrunde (6,07 ct/kWh). Ein Gebot musste aufgrund eines Formfehlers ausgeschlossen werden.

Weiterhin ambitionierte Pläne der Solarbranche

In der Solarausschreibung zum 1. Juni 2020 wurden 101 Gebote mit einem Umfang von 447.225 kW abgegeben. Die ausgeschriebene Menge von 96.358 kW wurde damit erneut sehr deutlich überzeichnet.

Insgesamt werden 21 Gebote für eine zu errichtende Solarleistung von 99.567 kW einen Zuschlag erhalten. Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 4,90 ct/kWh und 5,40 ct/kWh (Vorrunde: 4,64 bis 5,48 ct/kWh). Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert ist leicht angestiegen und liegt in dieser Runde bei 5,27 ct/kWh (Vorrunde: 5,18 ct/kWh). Neun Gebote mussten aufgrund von Formfehlern ausgeschlossen werden. (ds)

www.bundesnetzagentur.de