flexQgrid: Standardisierte Lösungen für die Integration Erneuerbarer Energien entwickeln

02.03.2020 – Intelligentes Steuern von Lasten und Einspeisern in den Verteilnetzen ist eine zentrale Voraussetzung für die Integration der zunehmend dezentralen Energieerzeugung in die Stromnetze. Ein Konsortium rund um die Netze BW will im Rahmen von Forschungsarbeiten erfolgreiche Smart-Grid-Tests in marktfähige Standardlösungen überführen. So lautet das Ziel des auf drei Jahre angelegten Projekts „flexQgrid“, das am 28. Februar 2020 gestartet ist.

flexQgrid EnBW
Auch bei flexQgrid steht die „Gelbphase“ im Rahmen der Ampellogik im Mittelpunkt: Dann gilt es mithilfe innovativer Technik mit Marktlösungen Engpässe und damit „Rot“ zu vermeiden. Foto: EnBW AG

Netzampel setzt den Rahmen für das Projekt

Dabei sollen Verteilnetz, regionale Stromerzeugung, steuerbare Verbraucher und Marktteilnehmer wie Aggregatoren zusammenwirken. Im Mittelpunkt stehe der zwölfmonatige Feldtest in der Gemeinde Freiamt im Kreis Emmendingen, der im August 2021 anlaufen soll. Dieser Standort sei ausgewählt worden, weil die Einspeisung aus Wind- und PV-Anlagen die Last stundenweise um das Dreifache übersteige. Auf Basis der sogenannten „Netzampel“ steht die Gelbphase im Fokus, bei der ein Engpass prognostiziert wird. Über Freigabequoten für Erzeugungs- oder Verbrauchsanlagen wie Wärmepumpen, Batteriespeicher und Elektrofahrzeuge solle die Ampelfarbe „Rot“ und damit einen Eingriff des Netzbetreibers verhindert werden.

Neben dem Konsortialführer Netze BW sind acht weitere Projektpartner aus Wirtschaft und Forschung beteiligt: Fichtner IT Consulting, Forschungszentrum Informatik (FZI), Karlsruher Institut für Technologie (KIT), Universität Stuttgart, PSI Software, Blockinfinity, Entelios sowie PRE distribuce. (ds)

www.netze-bw.de