Schnellladepark von innogy besteht Belastungstests

06.02.2020 – Knapp ein Jahr ist der Schnellladepark von innogy nun in Duisburg aktiv. In dieser Zeitspanne haben etwa 3.000 Elektroautos dort 62.000 kWh Ökostrom getankt. Allein das Solardach der Anlage hat dazu mit umgerechnet rund 155.000 Fahrkilometern beigetragen. Das erste Betriebsjahr des Schnellladeparks in Duisburg war also durchaus von Erfolg gekrönt. Um den Betrieb der Anlage auch für die Zukunft sicherzustellen, hat die innogy das System nun mit verschiedenen Belastungstests geprüft.

Der Ladepark in Duisburg kombiniert über ein intelligentes Energiemanagementsystem vier Gleichstrom-Schnellladestationen mit je 150 kW Leistung, zwei Wechselstrom-Ladestationen mit je 2 x 22kW, eine Batteriestation mit 210 kWh Kapazität sowie ein Solardach. Das Projekt ermöglicht Menschen im dicht besiedelten Stadtgebiet eine schadstoff- und CO2-freie Elektromobilität.

„Das Ergebnis der Tests kann sich sehen lassen“, sagt Elke Temme, Geschäftsführerin der innogy eMobility Solutions GmbH. „Wir können hier an allen Chargern gleichzeitig mit voller Leistung laden, ohne dass der Netzanschluss überlastet wird. Der Ladepark ist damit bestens auf die Zukunft und die neuen, schnellladenden E-Autos vorbereitet.“ Darüber hinaus, so die E-Mobilitäts-Expertin, verknüpfe die Anlage innovative Schnellladeinfrastruktur mit regenerativer Energieerzeugung, moderner Speichertechnik und einer hohen Netzverträglichkeit.

Die jetzt durchgeführten Belastungstests stellten das Energiemanagement des Systems auf den Prüfstand. So wurde untersucht, wie die Schnelllader reagieren, wenn die Batterie entladen ist, alle Autos gleichzeitig laden und dadurch die Leistung am Netzanschlusspunkt überschritten wird. Ziel war, dass die Hochleistungs-Charger nacheinander abschalten, um eine Netzüberlastung zu vermeiden. Dabei hat der Test nach Angaben von innogy das gewünschte Ergebnis erzielt.

Reicht auch das Abschalten der Schnelllader zur Sicherung der Netzstabilität nicht aus, wird der gesamte Ladepark vom Netz getrennt. Auch dieser Test verlief nach Plan. Bei gleichzeitigem Anschließen aller Autos gingen erst die Schnelllader und anschließend der gesamte Park in den Standby.

Im Normalfall stellt jedoch die Batterie den Strom bereit und versorgt den Ladepark weiter mit Strom, ohne dass das Netz überlastet wird. Diese Reaktion es Batteriespeichers zur Netzunterstützung hat der letzte Test von innogy untersucht. Auch hier sei das erwartete Ergebnis eingetreten, berichtet Elke Temme. (jr)

www.innogy.com