Zwei neue Promotionsprogramme für Windenergieforschung an der Uni Oldenburg

08.05.2020 – Laserbasierte Windmesstechnologien und schwimmende Windenergieanlagen undstehen im Fokus von zwei internationalen Promotionsprogrammen, an denen das Zentrum für Windenergieforschung (ForWind) der Universität Oldenburg beteiligt ist.

Das Promotionsprogramm „LIdar Knowledge Europe (LIKE)“ fördert 15 Nachwuchswissenschaftler an mehreren europäischen Standorten bei ihren Forschungen, laserbasierte Windmesstechnologien für vielfältige neue Anwendungsmöglichkeiten im industriellen Bereich weiterzuentwickeln. Genauere Messungen der Windbedingungen ermöglichen es unter anderem, Flughäfen besser zu überwachen oder das Design von Hängebrücken zu optimieren. Die bewährten Lidar-Geräte messen die Luftströmungen, indem sie die Geschwindigkeiten winziger Partikel und Tröpfchen in der Luft aus der Ferne mithilfe von Laserstrahlen ermitteln. Innerhalb von LIKE werden drei Promotionen an der Universität Oldenburg gefördert. Dabei wird jeweils ein Doktorand an der Universität Oldenburg, beim Fraunhofer Institut für Windenergiesysteme (IWES), Bremerhaven, und beim Unternehmen UL International in Oldenburg, forschen.

Dynamik von schwimmenden Windkraftturbinen untersuchen

Wie mittels schwimmender Windturbinen die Kosten für Windstrom gesenkt werden können, ist Ziel des Aus- und Weiterbildungsprogramms „FLOAting Wind Energy netwoRk (FLOAWER)“, an dem 13 Doktoranden in sieben europäischen Ländern teilnehmen. Ein Doktorand soll künftig am Oldenburger ForWind-Standort die Dynamik der schwimmenden Turbinen untersuchen. Da sich die Anlagen durch Wellen und Wind ständig bewegen, sind sie mechanisch sehr belastet und ihre Leistung schwankt stark. Experimente mit Modellwindturbinen auf beweglichen Plattformen im Oldenburger Windkanal sollen die Bedingungen auf See simulieren, um die Bewegungen besser zu verstehen und die Technologie zu optimieren.

Die Universität Oldenburg gehört zu den zehn Ausbildungsstätten, die die beiden Promotionsprogramme anbieten. Die EU fördert die Vorhaben vier Jahre lang im Rahmen der Marie-Skłodowska-Curie-Maßnahmen als sogenannte Innovative Training Networks (ITN). „Für die Universität Oldenburg sind die beiden Programme eine Chance, sich im Bereich der Windenergieforschung noch besser zu vernetzen. Durch einen regen interdisziplinären Austausch und durch Forschungsaufenthalte bei Projektpartnern werden unsere Doktorandinnen und Doktoranden enge Beziehungen zwischen Wissenschaft und Industrie aufbauen“, zeigt sich Prof. Dr. Martin Kühn, Vorstandsmitglied von ForWind und Leiter des Arbeitsbereichs „Network Training“ im Programm LIKE, von den beiden Programmen überzeugt. (ds)

www.forwind.de