Kooperation E.ON und b.ventus: Kleinwindanlagen für Betriebsgelände

Die E.ON SE und b.ventus GmbH haben sich zum Ziel gesetzt, im Rahmen der Initiative „49 x 49“ bis 2020 gemeinsam mit interessierten Unternehmen und Kommunen in Deutschland mindestens 49 Kleinwindanlagen zu erreichten. b.ventus steuert dazu seine Windkraftanlage bei. Sie ist speziell auf den Strombedarf in energieintensiven Branchen und Kommunen ausgelegt, wie der Hersteller angibt. „Wir sehen Windenergie als wesentlichen Faktor für eine klimaneutrale und nachhaltige Energiegewinnung und wollen unsere Kunden darin unterstützen, von dieser Technologie im eigenen Betrieb oder in der Kommune zu profitieren“, sagt Otmar Zisler, Geschäftsführer bei E.ON. E.ON übernimmt in der Initiative den Vertrieb der b.ventus-Windkraftanlage: Die erste soll nun im März 2019 eingeweiht werden – im schleswig-holsteinischen Steinfeld auf dem Gelände einer Biogasanlage.

Schnelle Genehmigung

Die verhältnismäßig kleinen Windräder von b.ventus mit einer Gesamthöhe von etwas mehr als 49 Metern versprechen eine hohe Leistung, auch bei niedrigen Windgeschwindigkeiten. Das Unternehmen gibt an, dass sich mit 49 Windrädern jährlich über 8.000 Tonnen CO2 einsparen lassen. Bei einer Standardwindverteilung von 5 Metern pro Sekunde erzeugt eine Anlage von b.ventus etwa 627 Megawattstunden Strom. Damit lasse sich beispielsweise eine Kleinstadt mit rund 20.000 Einwohnern ein Jahr lang versorgen, so Julia Gräfin Arco-Valley, Geschäftsführerin von b.ventus. Die Anlage läuft bereits bei einer Windgeschwindigkeit von 2,5 Metern pro Sekunde an, sodass der Vertriebsfokus nicht nur auf windreiche Küstenregionen in Norddeutschland liegt: „Ob ein Standort geeignet ist, wird im Rahmen einer sechsmonatigen Windmessung ermittelt, auf deren Basis eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vorgenommen wird“, so die b.ventus-Geschäftsführerin. Die Anlage amortisiere sich bereits nach sechs bis zehn Jahren, betont sie. Zudem sei der Genehmigungsprozess deutlich einfacher, da die 49-Meter hohen Windräder vom Bundesemmissionsgesetz ausgenommen sind. „Vom Vorvertrag bis zur Inbetriebnahme vergehen nur sechs bis zwölf Monate“, sagt Julia Gräfin Arco-Valley. (vb)

www.eon.com

www.bventus.de

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