Flächendeckendes E-Ladenetz für Baden-Württemberg

05.11.2019 – In den vergangenen Monaten hat Baden-Württemberg ein flächendeckendes Ladenetz für die Elektromobilität aufgebaut. Über das gesamte Bundesland erstreckt sich nun eine Ladeinfrastruktur in einem 10-Kilometer-Raster. Aufgebaut wurden sie innerhalbe des Landesprogramms „Flächendeckendes Sicherheitsladenetz für Elektrofahrzeuge“ – kurz SAFE –, an dem 77 Stadtwerke und Versorger sowie drei Kommunen unter der Federführung der EnBW Energie Baden-Württemberg AG beteiligt waren. Auf der Abschlussveranstaltung Anfang November 2019, zog Ministerpräsident Kretschmann in Stuttgart Bilanz: „Ich freue mich außerordentlich, dass wir die Elektromobilität in Baden-Württemberg mit dem Projekt SAFE einen wichtigen Schritt vorangebracht haben. Denn mit dem flächendeckenden Ausbau der Ladeinfrastruktur zeigen wir: Elektromobilität eignet sich nicht nur für die Großstadt! Davon konnte ich mich bei meinem heutigen Auflade-Stopp in Bad Urach selbst überzeugen.“

Genaue Vorgaben

Das Konsortium hatte im Mai 2018 den Zuschlag für das Projekt erhalten. Die 81 Partner errichteten für das SAFE-Ladenetz mehr als 450 Ladestationen. In das Netz wurden 250 bereits vorhandene Normal- und über 60 bereits bestehende Schnellladestationen mit integriert. Hinzu kamen rund 40 neue Schnellladestationen und 88 Normalstationen. Zudem wurden laut EnBW weitere zwölf bestehende Ladestationen ertüchtigt.

(v.l.n.r.) EnBW-Chef Frank Mastiaux, Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Minister Winfried Hermann beim Ladestopp an der SAFE-Ladesäule in Bad Urach. Foto: EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Beim Aufbau lautete die zentrale Vorgabe des SAFE-Programms: In einem Raster von zehn mal zehn Kilometern muss sich mindestens eine Ladestation mit 22 Kilowatt Leistung befinden. Außerdem muss in einem darüber liegenden zweiten Raster von 20 mal 20 Kilometern zusätzlich mindestens eine Schnellladesäule mit 50 Kilowatt Leistung geben. Mit den Vorgaben sollte gewährleistet werden, dass SAFE ein flächendeckendes Ladenetz für E-Autofahrer bereitstellt – und das auch im ländlichen Raum.

„E-Laden muss so sicher wie einfach sein“, betont Verkehrsminister Winfried Hermann MdL die Vorgaben. „Vor allem müssen die Ladepunkte funktionieren, Mit dem flächendeckenden SAFE-Ladenetz schaffen wir die Basis für die Elektrifizierung des PkW-Verkehrs in Stadt und Land.“ Auch EnBW-Chef Dr. Frank Mastiaux betrachtet das in 18 Monaten realisierte Projekt als erfolgreichen Schritt hin zu mehr Elektromobilität: „So muss die Mobilitätswende gemanagt werden. Mit Schlagkraft und Teamarbeit haben 81 Partner nun ein leistungsstarkes und verlässliches Ladenetz aufgebaut.“

Startschuss für den weiteren Ladeinfrastruktur-Ausbau

Nach Abschluss des SAFE-Projekts plant das Netzwerk Ladeinfrastruktur BW, den Austausch zwischen verschiedenen potenziellen Projektpartnern im Land noch stärker zu bündeln. Über die offene Plattform sollen aktuelle Herausforderungen diskutiert und Lösungsansätze entwickelt werden. Die Landesagentur für neue Mobilitätslösungen und Automotive Baden-Württemberg e-mobil BW GmbH wird das neue Netzwerk koordinieren, in welchem Erfahrungen und Erkenntnisse von SAFE aufgegriffen und weitergeführt werden sollen. Die EnBW wird nach eigenen Angaben neben dem eigenen Engagement beim schnellen Ausbau von Ladeinfrastruktur auch dem neuen Netzwerk als Partner eng verbunden bleiben. Das Land Baden-Württemberg hat zudem Anfang September das Förderprogramm Charge@BW für nicht öffentliche Ladepunkte gestartet. (vb)

www.safe-bw.net

www.enbw.com

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