Software-Tool zur Optimierung von Windparks

07.11.2019

Um Windenergie optimal nutzen zu können, müssen Windenergieanlagen und Windparks durchdacht geplant werden. Dabei soll nun ein Software-Tool, genannt Wind-Opt, helfen, dass Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum gemeinsam mit der Firma Avasition entwickelt haben. Es ist das Ergebnis des von der EU und dem Land NRW mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Projekts Wind-Opt-Tool, das nun nach drei Jahren abgeschlossen wurde. Das Besondere der Anwendung: Sie betrachtet sowohl die Interaktionen innerhalb einer Anlage als auch ganze Windparks ganzheitlich und bezieht nicht nur Einzelkomponenten in die Berechnungen ein.

Die neue Software ermöglicht es, Szenarien von Einzelanlagen oder Windparks zu simulieren und die Auswirkungen von Entscheidungen zu testen. Dabei können Experten bestimmte Rahmenbedingungen eingeben und unter diesen Gegebenheiten beispielsweise prüfen, wie sich der Bau einer gewissen Anzahl von Windenergieanlagen oder die Wahl eines bestimmten Anlagentyps auf das gesamte Netz auswirken würde. Das System kann auch Alternativen berechnen, also Systeme auf bestimmte Ziele hin optimieren. „Aufgabe muss es dabei sein, nicht allein die Energieausbeute zu maximieren, so wie das bisher oft der Fall war“, erklärt Katharina Günther vom Lehrstuhl für Energiesystemtechnik und Leistungsmechatronik von Prof. Dr. Constantinos Sourkounis, der das Projekt koordiniert. „Es muss außerdem sichergestellt werden, dass eine ausreichende Robustheit gegen Störungen erreicht wird.“ (vb)

www.enesys.rub.de

www.ruhr-uni-bochum.de

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