Windkraft: Genehmigungen für Anlagen um fast 75 Prozent gesunken

08.11.2019

Seit 2016 ist die Zahl der erteilten Genehmigungen für Windkraftanlagen an Land eingebrochen. Das ergeben neueste Zahlen des BDEW. Wurden vor drei Jahren im Zeitraum Januar bis September noch 1.228 Genehmigungen erteilt, waren es in den ersten drei Quartalen 2019 nur noch 351. Die zusätzlich genehmigte Leistung sank damit von 3,6 Gigawatt auf 1,3 Gigawatt, wie die Fachagentur Wind an Land der Bundesnetzagentur angibt.

Die Zahl der Genehmigungen ist damit bereits das dritte Jahr in Folge auf einem laut BDEW „besorgniserregend niedrigen Niveau“. Im gesamten Jahr 2018 wurden etwa nur 432 für Onshore-Windanlagen erteilt – mit einer Leistung von 1,5 Gigawatt. Nach Berechnungen des BDEW müssten jedoch jährlich zwischen 2,9 und 4,3 Gigawatt Windkraft an Land installiert werden, um die Klimaziele zu erreichen. Der BDEW hat daher eine gemeinsame Initiative mit Verbänden des Klima-, Natur- und Artenschutzes sowie der Windbranche ins Leben gerufen und bereits im September einen Zehn-Punkte-Plan zur Windenergie vorgestellt, der dabei helfen soll wichtige Hemmnisse im Ausbau der Windenergie zu beseitigen. Zu den genannten Maßnahmen gehören insbesondere die Flächenverfügbarkeit zu gewährleisten, naturschutzrechtliche Vorgaben handhabbar zu machen und Kommunen sowie Behörden vor Ort zu stärken.

Daneben fordert der BDEW, dass die Bundesregierung die aufgeführten Vorschläge zur Steigerung der Akzeptanz zügig umsetzt. Dagegen sei der Plan der Bundesregierung, künftig einen Mindestabstand von 1.000 Metern zwischen Windenergieanlagen und der nächsten Wohnbebauung pauschal festzuschreiben kontraproduktiv, so der Verband. (vb)

www.bdew.de

Publikationen des 50,2 Verlages


Der Branchenleitfaden für Stadtwerke und Netzbetreiber
Die "gelben Seiten" der IT-Sicherheit



Der Branchenleitfaden für Stadtwerke und Netzbetreiber
Die "gelben Seiten" des Smart Metering-Marktes

Der Rollout-Leitfaden für die Praxis
Unterstützung bei der Einführung der Smart-Meter-Technologie.