Zeiten ändern sich – Netze aber auch


Wie Netz- und Ladeinfrastrukturen intelligent zusammen kommen

Gegenüber jeder Aktion steht eine Reaktion. Das sagte bereits Sir Isaac Newton – und gilt heute noch. Zum Beispiel in Bezug auf die zunehmende Einbindung von Elektromobilität in die Netze. Die dafür erforderliche Ladeinfrastruktur hat Auswirkungen auf die Verteilnetze. Und das wiederum stellt eine Herausforderung für den Netzbetrieb dar. Doch nicht nur Netzbetreiber und Stadtwerke, auch Arealnetzbetreiber müssen mit den Auswirkungen der Elektromobilität umgehen können. Die Aufgaben sind verschieden, doch die Ziele sind klar und für alle gleich: Systemstabilität, Sicherheit, (Kosten-)Effizienz stehen klar im Vordergrund.


Die IDS GmbH hat ihr Angebotsportfolio um verschiedene Lösungsansätze für eine intelligente, netzdienliche Anbindung von Elektromobilität erweitert. Als ein Unternehmen der VIVAVIS GmbH (ehemals IDS-Gruppe GmbH) bietet sie flexible Lösungen: sowohl um private und halb-öffentliche Ladesäulen und Wallboxen anzubinden, als auch für komplette Ladeinfrastrukturen, wie sie beispielsweise E-Busbetriebshöfe benötigen.

Szenario 1: Private Ladepunkte und Ladesäulen auf halb-öffentlichen Plätzen (Lösung für Netzbetreiber)


„Der Zeitpunkt kommt, dann werden Ladesäulen und Wallboxen in den Haushalten für Netzprobleme sorgen – und zwar früher als erwartet.“ So lautet die Aussage eines mittelgroßen Stadtwerkes aus dem Süden Deutschlands. Der Energieversorger rechnet bereits im nächsten Jahr mit den ersten Überlastungen im Niederspannungsnetz. Bevor dies Realität wird, müssen Netzbetreiber reagieren.

Was also tun? Die Netze weiter ausbauen? Bestimmt nicht, denn wer will den Bürgern schon jahrelange Baumaßnahmen mit Beeinträchtigungen im Straßenverkehr zumuten. Von den Kosten ganz zu schweigen. Außerdem ist Netzausbau im Verteilnetz weder der günstigere noch der effizientere Weg. Wie also können Netzbetreiber vorausschauend eine zukunftsfähige Ladeinfrastruktur aufbauen und dabei gleichzeitig Systemstabilität sicherstellen? Dies gelingt nur durch den Einsatz intelligenter Systeme, die – trotz der komplexen Aufgabenstellung – den Netzbetrieb durch Automatisierung entlasten. In den meisten Fällen ist die benötigte Energie, die zum Laden der Elektrofahrzeuge benötigt wird, im Verteilnetz abrufbar. Doch in der Regel finden die Ladevorgänge zu ähnlichen Zeiten statt – und das macht es zu einem Problem. An einem Freitagnachmittag beispielsweise kann es daher künftig zu Engpässen kommen, wenn für das bevorstehende Wochenende alle Fahrzeuge noch aufgeladen werden müssen.

Mit dem IDS-Steuergerät ACOS 730 und dem HIGH- LEIT Einspeisemanagement als Bestandteil der VIVAVIS Kapazitätsoptimierung lassen sich bestehende Netze fit für den Aufbau von Ladeinfrastrukturen machen. Das Leitsystem erkennt drohende Netzengpässe und kann gezielt eingreifen, um diese zu verhindern.

Szenario 2: Netz- und Ladeinfrastrukturen managen (Lösung für Arealnetzbetreiber)


Ladeinfrastrukturen werden derzeit sowohl von Netzbetreibern als auch von dedizierten Ladeinfrastrukturbetreibern betrieben. Für das Management der Ladepunkte sind sogenannte Backendsysteme im Einsatz. Das Problem: Das Backendsystem hat keinerlei Informationen darüber, wie gut oder schlecht es dem Netz dabei geht. Mit dem intelligenten Netz- und Ladeinfrastrukturmanagement HIGH-LEIT iNLM lassen sich Störungen und Überlastungen erkennen und schnell beheben, Ladepunkte überwachen, die vertraglich vereinbarte Bezugsleistung einhalten sowie den Zustand von Betriebsmitteln identifizieren. Die Einbindung eines Asset Management Systems ist ebenfalls kein Problem.

Wie ist das möglich? Indem das Backendsystem mit dem Netzleitsystem HIGH-LEIT Informationen austauscht und so in der Kombination ein netzverträgliches Management der Ladepunkte ermöglicht. Die Kommunikation erfolgt auf Basis HTTP über eine lokale oder remote IP-Verbindung.

Alles kann, nichts muss


Egal, ob Netzleit- und Backendsystem als ein eigenständiges Gesamtsystem agieren (zum Beispiel für Bus-Betriebshöfe) oder getrennt voneinander im Einsatz sind (zum Beispiel beim Netzbetreiber und beim Ladeinfrastrukturbetreiber): VIVAVIS bietet für jede Anforderung die passende Lösung. HIGH-LEIT iNLM ist ebenfalls ein Teil der VIVAVIS Kapazitätsoptimierung. Damit steht Netzbetreibern ein umfassendes und kompatibles Lösungsportfolio zur Verfügung, um eine zukunftsgerichtete Netz- und Ladeinfrastruktur aufbauen zu können. Gemäß dem Motto: Alles kann, nichts muss.

Für den Inhalt verantwortlich:
VIVAVIS GmbH (ehemals IDS-Gruppe Holding GmbH)
Eva-Maria Erler
Nobelstraße 18, 76275 Ettlingen