Bosch und EnBW weihen neuen Batteriespeicher ein

Mit ihrem Joint Venture Kraftwerksbatterie Heilbronn GmbH haben Bosch und EnBW am Kraftwerksstandort der EnBW in Heilbronn einen Stromspeicher für Primärregelenergie aufgebaut. Der Stromspeicher in Heilbronn besteht aus 768 Lithium-Ionen-Batteriemodulen. Er verfügt über eine maximale Leistungsabgabe von rund fünf Megawatt mit einer installierten Speicherkapazität von fünf Megawattstunden. Nach Auskunft der Betreiber ist damit erstmals in Deutschland ist ein solcher Stromspeicher in die Leittechnik eines Großkraftwerks eingebunden. Der Speicher deckt knapp ein Fünftel der Regelleistung des Kraftwerks in Heilbronn ab und kann diese innerhalb von Sekunden und exakt dosiert aufnehmen oder abgeben – pro Jahr eine Strommenge, die etwa dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von 400 Zwei-Personen-Haushalten entspricht.

Der neue Batteriespeicher im EnBW-Kraftwerk Heilbronn. Foto: Kraftwerksbatterie Heilbronn GmbH

Im gemeinsamen Unternehmen bringt die EnBW ihre Erfahrung im Bereich Energiewirtschaft ein und war für die Bauleistungen und den Netzanschluss am Standort zuständig. Das Know-how für stationäre Speicherlösungen liefert Bosch. Das Technologieunternehmen hat den Batteriespeicher entwickelt und errichtet. Die im Herbst vergangenen Jahres gestarteten Bauarbeiten auf dem Gelände des Kraftwerks Heilbronn sind in der Zwischenzeit abgeschlossen, so dass jetzt der reguläre Betrieb des Speichers aufgenommen werden kann.

Die Erfahrungen aus diesem Projekt wird die Kraftwerksbatterie Heilbronn GmbH nutzen, um ihr Know-how weiteren Kunden zur Verfügung zu stellen. Sie bietet Dienstleistungen rund um die Integration von Batteriespeichern in erneuerbare und konventionelle Erzeugungssysteme oder industrielle Energiesysteme inklusive der Vermarktung von Batterien im Energiemarkt an.

Nahmen die Kraftwerksbatterie in Heilbronn in Betrieb (v. l.): Ralf Klein (Geschäftsführer Kraftwerksbatterie Heilbronn GmbH), Dr. Hans-Josef Zimmer (Mitglied des Vorstands der EnBW AG), Uwe Glock (Vorsitzender der Geschäftsführung Bosch Thermotechnology GmbH), Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Harry Mergel (Oberbürgermeister der Stadt Heilbronn), Dr. Arnim Wauschkuhn (Geschäftsführer Kraftwerksbatterie Heilbronn GmbH). Foto: Alexander Schmitt

„In der Energiewende steckt enormes Forschungs- und Innovationspotential – ein Potential, das wir nutzen und fördern müssen“, betonte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der offiziellen Inbetriebnahme des Batteriespeichers. „Der Batteriespeicher ist dafür ein gutes Beispiel. Er stellt eine neue Flexibilitätsoption dar, um die Netzstabilität und damit die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Gleichzeitig ist er ausdrücklich für den Energiemarkt entwickelt worden, wo er sich bewähren muss.“

www.kraftwerksbatterie.de

www.enbw.com

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