innogy SmartEnergy – vernetzt für die Selbstversorgung

Wer Strom und Wärme erzeugt, kann sie auch direkt am Standort verbrauchen – und davon können private Haushalte, Unternehmen und Netzbetreiber profitieren. Wichtig dafür ist aber eine entsprechend intelligente Steuerung der Energielieferanten, bei der die verschiedenen Komponenten miteinander verknüpft werden müssen. Wie das aussehen kann, zeigen die innogy SE und die Gatter3 Technik GmbH, Spezialist für die Endgeräte-Anpassung von L- auf H-Gas, in Holzwickede im östlichen Ruhrgebiet zwischen Dortmund und Unna: In nur wenigen Wochen Bauzeit ist in dem neuen Hauptsitz der Gatter3 eine von innogy entwickelte Systemlösung – genannt SmartEnergy – entstanden. Dr. Martin Wiggermann, stellvertretender Landrat im Kreis Unna kommentiert das Vorhaben: „Das Projekt ,SmartEnergy‘ beschreitet neue Wege und zeigt in einzigartiger Weise auf, wie mittelständische Unternehmen die Energiewende in die Region bringen können.“ Doch was genau wurde in Holzwickede umgesetzt?

Vernetzung von PV-Anlage bis zu intelligenten Straßenleuchten

Das Prinzip von SmartEnergy: Technologien, die Energie erzeugen oder verbrauchen, im eigenen Netz intelligent miteinander verbinden. Das geschieht über eine zentrale, softwaregestützte Steuereinheit, die den Einsatz von Verbrauchern und Erzeugern reguliert. Dabei gilt: Strom fließt nur dann, wenn er wirklich gebraucht wird. „Rückspeisungen in das vorgelagerte Netz werden auf diese Weise verhindert und der Eigenverbrauch erhöht“, erklärt Oliver Schubert, Produktmanager bei innogy im Bereich Netzservice. Mit seiner Systemlösung will innogy letztendlich den Ausbau der Erneuerbaren fördern, indem das Management verschiedener Technologien vereinfacht wird.

Für die Umsetzung in Holzwickede wurden die bei Gatter3 bereits vorhandenen Erzeuger und Verbraucher miteinander verknüpft, wie Dr. Joachim Schneider, Bereichsvorstand Technology Operations bei innogy, erklärt: „In dem Gebäude des Unternehmens haben wir eine Vielzahl moderner Komponenten eingesetzt. Das Besondere daran: innogy hat alle Technologien mithilfe einer intelligenten Regelungs- und Steuerungseinheit vernetzt. Dabei ist das Gesamtkonzept in enger Zusammenarbeit mit Gatter3 entstanden.“

Zur Ausstattung des Unternehmens gehören unter anderem eine PV-Anlage mit 40 KWp Leistung sowie ein Batteriespeicher, der die überschüssige Energie beispielsweise für die ebenfalls am Standort eingesetzten E-Bike-Ladestationen und intelligenten Straßenleuchten bereitstellt. Für die Wärmeerzeugung hat innogy sechs Brennstoffzellen und eine Wärmepumpe in die Regelungs- und Steuereinheit von SmartEnergy eingebunden. Ebenfalls in die Steuerung integriert wurden noch E-Mobility-Ladesäulen. „Ressourcenschonende, nachhaltige Energie, die optimal genutzt wird, ist keine Zukunftsvision mehr. Wir erzielen an unserem Standort in Holzwickede bereits heute einen Autarkiegrad von bis zu 100 Prozent und verzeichnen eine Energieeinsparung von bis zu 100.000 KWh im Jahr“, ergänzt Metin Duman, Geschäftsführer von Gatter3.

Steuerung für die Netzdienlichkeit

Mit innogy SmartEnergy ist Gatter3 allerdings nicht nur in der Lage, in einem eigenen Stromnetz die selbsterzeugte Energie am Standort Holzwickede zu nutzen. Die Vernetzung der Erzeuger und Verbraucher ermöglicht es auch, auf Engpässe im Netz oder in einzelnen Leitungen zu reagieren und regulierend einzugreifen. „Gatter3 und innogy präsentieren hier ein exzellentes Beispiel für die fortschreitende Energiewende in Holzwickede“, sagt Ulrike Drossel, Bürgermeisterin von Holzwickede mit Blick auf das Projektergebnis. (vb)

www.innogy.com

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