ZENNER und co.met vertiefen ihre Zusammenarbeit und schließen Partnerschaftsvertrag

Die ZENNER International GmbH & Co. KG und die co.met GmbH vertiefen und erweitern ihre Zusammenarbeit. Künftig werden beide Unternehmen gemeinsam neue Lösungen in den komplementären Bereichen Metering, Smart Metering und Internet of Things (IoT) entwickeln und vermarkten. Durch einen Partnerschaftsvertrag wird die Kooperation auf eine neue organisatorische Basis gestellt.

Dr.-Ing. Thomas Severin, Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Saarbrücken GmbH, Peter Backes, Geschäftsführer der co.met GmbH, und Sascha Schlosser, Geschäftsführer der ZENNER International GmbH & Co. KG (von links), besiegeln auf der E-world die Partnerschaft zwischen co.met und ZENNER. Foto: Eric Lechlerbrik

Die beiden Saarbrücker Unternehmen sind auf vielen Ebenen und durch zahlreiche Projekte seit langem eng verbunden. So haben co.met und ZENNER im vergangenen Jahr gemeinsam ein flächendeckendes LoRaWAN-Netz in der saarländischen Landeshauptstadt aufgebaut und entsprechende Pilotprojekte realisiert. Über das Funknetz können derzeit beispielsweise Zähler verschiedener Versorgungssparten ausgelesen, Trafostationen fernüberwacht und der Füllstand von Containern registriert werden. Weitere Anwendungsfälle sind in der Realisierung. Durch die vor Ort gesammelten Erfahrungen sind co.met und ZENNER in der Lage, Kunden bei Netzplanung, -aufbau und -betrieb sowie dem Ausrollen von LoRaWAN-Anwendungen umfassend zu unterstützen. Die Ausweitung und Intensivierung der Kooperation betrifft unter anderem den Vertrieb. co.met unterstützt deutschlandweit rund 450 Unternehmen im Bereich des Messwesens mit vielfältigen Dienstleistungen. ZENNER andererseits gehört bei Wasser- und Wärmezählern zu den wichtigsten Anbietern in Deutschland und hat sich auch im IoT-Bereich mit dem Aufbau eines End-to-End-Lösungsportfolios eine Führungsposition erarbeitet. Indem beide Parteien jeweils die Produkte des Partners mit anbieten und zu Leistungsbündeln schnüren, steigern sie ihre Attraktivität, profitieren von vertrieblichen Synergieeffekten und verbessern die Marktdurchdringung.

Neue Produktlinie Sensor2Data

„Sinn und Zweck der Digitalisierung ist ja nicht das Erzeugen und Sammeln von Daten. Vielmehr geht es darum, diese Daten intelligent zu verknüpfen, daraus abgeleitete, weitergehende Informationen zu gewinnen und durch die Anwendung dieser Informationen wirtschaftliche Mehrwerte zu generieren“, sagt co.met-Geschäftsführer Peter Backes. Genau darum dreht es sich auch bei der neuen gemeinsamen „Sensor2Data“-Produktlinie. Unter diesem Namen wollen beide Partner innovative Produkte und Lösungen entwickeln, die das intelligente Nutzbarmachen von Sensordaten ermöglichen. Wie ein solches Szenario in der Praxis aussehen kann, beschreibt René Claussen, Geschäftsbereichsleiter IoT & Digitale Lösungen bei ZENNER: „Kunden können Wasser- oder Wärmemengenzähler inklusive der automatisierten Lieferung von Messwerten bei ZENNER beziehen. Die Zählerstände werden zu vereinbarten Terminen automatisch ins Abrechnungssystem geliefert.

Die ZENNER IoT Plattform ELEMENT mit dem voll integrierten LoRa-Netzwerkserver ist dabei für das Parsen und Entschlüsseln der LoRaWAN-Daten verantwortlich. Durch integriertes Geräte- und Alarm-Management können die Zustandsdaten von Zählern und den verwendeten LoRaWAN-Netzen überwacht werden. Die Messwerte werden dann nachgelagert über die Systemlandschaft bei co.met, die als Datendrehscheibe fungiert, weiterverarbeitet und aufseiten der Stadtwerke für die Abrechnung gegenüber dem Kunden verfügbar gemacht.“ Grundlegende Voraussetzung dafür ist, dass im Versorgungsgebiet des Kunden ein LoRaWAN-Netz existiert, das maßgeschneidert Abdeckung und Konnektivität bietet. Beim kooperativen Aufbau und Betrieb von LoRaWAN-Netzen können co.met und die neu gegründete Minol Zenner Connect GmbH gleichermaßen unterstützen. co.met begleitet den Aufbau und Betrieb von LoRaWAN-Infrastrukturen zudem als Berater und Enabler zum Beispiel durch spezielle Technik-Workshops.

„Durch den Rollout intelligenter Messsysteme und der Smart Meter Gateways entsteht in Deutschland eine aus heutiger Sicht sichere Kommunikationsinfrastruktur, die sich geschickt mit IoT-Anwendungsfällen verbinden lässt“, weist co.met-Geschäftsführer Backes auf eine weitere strategische Dimension der Partnerschaft hin. „Die Integration der IoT-Welt via CLS-Schnittstelle mit dem Smart Meter Gateway betrachte ich als eine überaus segensreiche Symbiose, weil sie insbesondere für sensitive Digitalisierungsanwendungen den erforderlichen hohen Sicherheitsstandard bietet.“ (pq)

www.zenner.com

www.co-met.info

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