Initiative BATTERY 2030+ forscht an Batterien der Zukunft

06.03.2019

Um die Energiewende erfolgreich verwirklichen und regenerativ erzeugte Energie zu speichern, forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Unternehmen aus ganz Europa zusammen in der Initiative BATTERY 2030+ an neuen Technologien für bessere Batterien. An der auf zehn Jahre angelegten Forschungsinitiative beteiligt sich auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Ziel von BATTERY 2030+ ist die Entwicklung leistungsstärkerer Batterien und einer Spitzentechnologie für die europäische Industrie. „Wir werden uns bei allen zentralen Themen einbringen, insbesondere in der beschleunigten Materialentwicklung“, sagt Professor Maximilian Fichtner, Leiter der Arbeitsgruppe Energiespeichersysteme am Institut für Nanotechnologie des KIT, und ergänzt: „Es geht in BATTERY 2030+ insbesondere auch darum, die Art und Weise, wie wir bislang Forschung und Entwicklung betrieben haben, grundlegend zu ändern, zum Beispiel, indem wir Künstliche Intelligenz (KI) einbeziehen.“

Innovative Speichermaterialien und -technologien – der Entwicklung neuer Batterien widmet sich die Forschungsinitiative BATTERY 2030+. Foto: Amadeus Bramsiepe / KIT

Die Forschungsinitiative wird von Kristina Edström, Professorin der Anorganischen Chemie an der Uppala Universität in Schweden, koordiniert. Sie erklärt den Einbezug von KI: „Wir stellen uns allen Herausforderungen, die uns bei der Herstellung von Hochleistungsbatterien begegnen. Dafür etablieren wir eine Plattform, die durch Maschinelles Lernen und Künstliche Intelligenz neue Batteriematerialien schneller entdeckt.“ Interessant seien dabei vor allem Schnittstellen in den Batterien, an denen Reaktionen ablaufen, welche die Lebensdauer der Batterie beeinträchtigen, so die Wissenschaftlerin. „Wir werden intelligente Funktionen des gesamten Systems bis hin zur Batteriezellebene entwerfen und ein besonderes Augenmerk auf das Thema Nachhaltigkeit legen.“

Neben KIT und der Universität Uppsala gehören das Polytechnische Institut Turin, die Technische Universität Dänemark, die Freie Universität Amsterdam und die Universität Münster zu den akademischen Einrichtungen, die in BATTERY 2030+ ihre Expertisen einbringen. Unterstützt werden sie durch mehrere Forschungszentren und europäischen und nationalen Gremien. (vb)

www.battery2030.eu

www.kit.edu

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