Mindestens 15 Prozent der Pkw könnten 2030 mit Elektroantrieb fahren. Foto: shutterstock
Mindestens 15 Prozent der Pkw könnten 2030 mit Elektroantrieb fahren. Foto: shutterstock

IoT und Full Services: ZENNER unterstützt bei Realisierung und Betrieb von E-Ladestationen

16.05.2019 – Laut Bundesumweltamt war 2016 der Verkehrssektor – und dort insbesondere der Straßenverkehr – für mehr als 18 Prozent der Treibhausgas-Emissionen Deutschlands verantwortlich. Elektromobilität gilt als zentraler Baustein einer nachhaltigen Zukunftsstrategie im Verkehrssektor. Der Ausbau wird aktuell intensiv gefördert. Der Markt für Elektromobilität entwickelt sich entsprechend rasant und stellt Netzbetreiber, Kommunen und die Wohnungswirtschaft vor neue Herausforderungen. Studien prognostizieren, dass Elektroautos in Deutschland bis 2030 einen Anteil von mindestens 15 Prozent am Pkw-Verkehrsaufkommen erreichen können – und natürlich eine dem Leistungsbedarf entsprechende Ladeinfrastruktur benötigen.

IoT für öffentliche Ladepunkte

Mindestens 15 Prozent der Pkw könnten 2030 mit Elektroantrieb fahren. Foto: shutterstock

Mindestens 15 Prozent der Pkw
könnten 2030 mit Elektroantrieb fahren. Foto: shutterstock

Mit Internet of Things (IoT)-Technologien lassen sich an vielen Stellen innovative Services realisieren, die den Aufbau und Betrieb smarter Infrastrukturen zur Umsetzung von E-Mobilitätskonzepten vereinfachen und fördern. Smart Parking beispielsweise ist ein IoT-Anwendungsfall, der europaweit in vielen Städten eingeführt wird und der auch ein effektives Management der verfügbaren Ladeinfrastruktur ermöglicht. In Trier hat die ZENNER International GmbH & Co. KG vor kurzem mit den dortigen Stadtwerken ein solches Projekt realisiert. Bei der Überwachung von Parkplätzen erkennt das Smart Parking-System nicht nur die Anzahl freier und besetzter Parkplätze, sondern unterscheidet auch zwischen normalen Parkplätzen, Behindertenparkplätzen und E-Ladestationen. Über die Webseite der Stadtwerke haben die Bürger Zugriff auf die Informationen und können freie E-Ladestationen gezielt ansteuern. Zudem lässt sich erkennen, ob eine belegte Ladesäule tatsächlich genutzt wird oder sie durch ein widerrechtlich geparktes Fahrzeug blockiert wird. Dabei werden die Zustandsdaten der Parkflächen über IoT-Gateways in das Backend-System übertragen. Über eine App können dann die Informationen über den Belegungszustand der Ladesäulen dem Bürger zur Verfügung gestellt werden. Für den Transfer der vor Ort durch Sensoren gewonnenen Informationen kam die Long Range Wide Area Network (LoRaWAN)-Funktechnologie zur Anwendung. Auch in Hamburg soll LoRaWAN bei der Überwachung von Parkplätzen mit Ladesäulen für Elektromobile zum Einsatz kommen.

Private Ladeinfrastruktur

Doch öffentliche „Stromtankstellen“ sind nur eine Komponente der künftigen Ladeinfrastruktur – Experten zufolge werden sogar die meisten E-Autofahrer ihr Auto Zuhause oder im Betrieb auftanken. Denn wo ließe sich das eigene Elektromobil einfacher aufladen als in der eigenen Garage oder auf der Stellfläche vor dem Wohn- oder Arbeitsgebäude? Andrea Krämer, Geschäftsführerin bei der Minol Messtechnik W. Lehmann GmbH & Co. KG, ist sich sicher: „Das Laden Zuhause wird der wichtigste Baustein werden, um Elektromobilität großflächig zu ermöglichen. Eine Wohnung ohne Lademöglichkeit wird in naher Zukunft so unattraktiv erscheinen wie eine ohne Internetanschluss.“

Dieser Tatsache trägt auch das neue Förderprojekt ELBE (Electrify Buildings for EVs) Rechnung, das Ende Februar 2019 vorgestellt wurde. Im Rahmen von ELBE sollen bis Ende 2022 über 7.400 Ladestationen auf privaten Flächen in Hamburg gefördert werden. Ziele sind eine flächendeckende Förderung für den Aufbau und Betrieb von Ladestationen an Gebäuden und auf Firmenarealen in Hamburg sowie die weitere Verzahnung von emissionsfreiem Verkehr und der Hamburger Immobilienwirtschaft.

Full Service für Gebäudebetreiber

Ladepunkte für Elektrofahrzeuge werden künftig zur Standardausrüstung von Wohn- und Gewerbeimmobilien gehören. Foto: shutterstock

Ladepunkte für Elektrofahrzeuge
werden künftig zur Standardausrüstung von Wohn- und Gewerbeimmobilien gehören. Foto: shutterstock

Das Thema E-Mobilität ist also auch in der Immobilienwirtschaft angekommen. In der Minol-ZENNER-Gruppe hat man dies erkannt und für die wachsende Nachfrage von Gebäudebetreibern Lösungspakete entwickelt, um Wohngebäude mit Elektromobilität auszustatten. Seit Anfang 2019 bietet die Minol Messtechnik W. Lehmann GmbH & Co. KG gemeinsam mit dem Partner GP JOULE CONNECT eine Komplettlösungen für smarte E-Mobilität in der Immobilienwirtschaft an: Minol Drive.

Das Servicepaket „Minol Drive“ umfasst Beratung, Planung, Installation und Betrieb von Ladeinfrastrukturen, Ausgabe und Verwaltung von Ladekarten, ein Roaming-Angebot, um die eigenen Ladesäulen als öffentlich zugänglich listen zu lassen, sowie eine App, mit der sich der gesamte Ladevorgang steuern lässt. Zudem können die Nutzer Zusatzangebote wie grünen Fahrstrom, intelligentes Energie- und Lastmanagement, Sharing-Angebote für Elektroautos und E-Bikes sowie Lösungen für effizientes Flottenmanagement nutzen.

ZENNER-Geschäftsführer Sascha Schlosser zieht ein klares Fazit: „Elektromobilität streift die Nischenrolle ab und ist auf dem Weg zum Megatrend. In dieser Situation sind technische Lösungen gefragt, die E-Mobilität smart und komfortabel machen. Die Minol ZENNER Gruppe bekennt sich dazu, den Paradigmenwechsel mit intelligenten Angeboten zu forcieren.“ (pq)

www.zenner.de

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