Stadtwerke Weinheim mit Rekordinvestitionen in Infrastruktur und Mitarbeiter

03.08.2020 – Mit einer Verdoppelung der Investitionen gegenüber dem Vorjahr auf 8 Millionen Euro haben die Stadtwerke Weinheim im Geschäftsjahr 2019 nach eigenen Angaben so viel investiert wie selten in ihrer Unternehmensgeschichte investiert. Der Lohn spiegelt sich unter anderem in den Zahlen wider: Der Energieversorger schloss das Geschäftsjahr 2019 mit 2,8 Millionen Euro Gewinn ab, das entspricht nach Unternehmensangaben dem Plan und liegt auf Vorjahresniveau.

SWW_Geschäftsführung_Stadtwerke_Weinheim1024x698
Die Geschäftsführung der Stadtwerke Weinheim vor dem neuen Betriebsgebäude in der Hertzstraße (v.l.n.r.): Andreas Ernst, Helmut Röder, Peter Krämer. Quelle: Stadtwerke Weinheim GmbH

Bei der Trinkwasserversorgung sei der Bau einer zweiten Verbindungsleitung von Hemsbach nach Weinheim einer der Bausteine zur langfristigen Sicherung der Versorgungsqualität. Ein weiterer wichtiger Punkt sei angesichts der wachsenden Komplexität durch politische Rahmenbedingungen, neue Gesetze und Herausforderungen der fortschreitenden Energiewende die Weiterqualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Ausbildung von eigenem Nachwuchs. 150.000 Euro machen allein Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen in 2019 aus.

Agieren im schwierigen Marktumfeld

Höherer Aufwand durch umfangreiche gesetzliche Vorgaben, stärkerer Wettbewerb, ein tendenziell abnehmender Energiebedarf – auch unter diesen schwierigen Voraussetzungen bleiben die Absatzmengen der Stadtwerke Weinheim etwa auf Vorjahresniveau: Sie belaufen sich bei Strom auf 118.311 Megawattstunden (-2 Prozent) und bei Gas auf 271.131 Megawattstunden (+3 Prozent). Trotz milder Witterung legte der Wärmeabsatz um 3,2 Prozent auf 16.973 Megawattstunden zu. Die Wasserabnahme ist leicht gesunken auf 2,67 Millionen Kubikmeter.

Starkes Wachstum bei Vertriebstochter

Bei der Vertriebstochter Urbania, die unter der Marke „meine StadtEnergie“ Strom und Gas vertreibt, steigen die Kundenzahlen weiter. Das Unternehmen, an dem auch die Stadtwerke Schwetzingen zur Hälfte beteiligt sind, verzeichnet ein Kundenplus von 34 Prozent. Der Umsatz lag zum Ende des Geschäftsjahres bei 9,2 Millionen Euro und damit um 20 Prozent höher als 2018.
Weniger kalkulierbar als 2019 sei laut Geschäftsführer Peter Krämer das laufende Geschäftsjahr 2020. Auch welche Auswirkungen das Zahlungsmoratorium für Gewerbebetriebe bis 30. Juni auf Forderungsausfälle haben wird, ist laut Peter Krämer aktuell schwer einschätzbar. (ds)

www.sww.de

Share