SPIE realisiert für TenneT Teile der 380-kV-Nord-Süd-Verbindung

27.08.2020 – SPIE Deutschland & Zentraleuropa hat vom Übertragungsnetzbetreiber TenneT mehrere Aufträge erhalten, über 64 Kilometer Höchst¬spannungsleitung in Deutschland zu realisieren. Dabei handelt es sich um vier Lose der neuen 380-kV-Nord-Süd-Verbindung vom niedersächsischen Wahle ins nordhessische Mecklar und um zwei Lose der 380-kV-Leitung von Emden nach Conneforde. Letztere ersetzt eine bisherige 220-kV-Leitung und soll Strom aus Windenergie zum Verbraucher transportieren.

103 Masten für Wahle-Mecklar

Die Höchstspannungsleitung zwischen dem Umspannwerk Wahle bei Peine und dem Umspannwerk Mecklar bei Bad Hersfeld wird insgesamt knapp 230 Kilometer lang sein. Sie dient der Verstärkung des Stromnetzes von Nord nach Süd sowie der Regionalversorgung Südniedersachsens und Nordhessens und ist eines der größten Onshore-Projekte von TenneT. Der Multitechnik-Dienstleister SPIE übernimmt das Projektmanagement, Bereitstellung der benötigten Infrastruktur, Errichtung der Fundamente, Montieren der Stahlgittermasten mit Winkeleisen unter Zuhilfenahme eines Autokrans und letztendlich die Seilarbeiten, bei denen das SPIE-Team mit Freileitungsmonteuren die elektrischen Verbindungen von Mast zu Mast zieht.

Hoechstspannungsleitung SPIE Wahle-Mecklar Tennet

Errichtung der Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar inklusive Provisorien und Zufahrtswegen. Bild: SPIE Deutschland & Zentraleuropa GmbH

Die Arbeiten an den beiden in 2019 gewonnenen Losen derselben Leitung, mit insgesamt 15 Kilometern Länge und mit 41 zu errichtenden Masten, werden voraussichtlich im Oktober beziehungsweise zum Jahreswechsel abgeschlossen. 2024 soll die gesamte neue Höchstspannungsleitung in Betrieb genommen werden.

Kapazitätsausweitung für sicheren Stromtransport

Zwischen dem Umspannwerk Emden/Ost und dem Umspannwerk Conneforde wird eine heute genutzte, etwa 60 Kilometer lange 220-kV-Leitung durch eine leistungsstärkere 380-kV-Höchstspannungsleitung ersetzt. Um unter anderem den zunehmenden Windstrom auch in Zukunft sicher aus Niedersachsen zum Verbraucher zu transportieren, reicht die Kapazität der aktuellen Leitung nicht mehr aus. Die Errichtung der neuen Verbindung orientiert sich weitestgehend am Verlauf der Bestandsleitung und ist in sechs Lose unterteilt, wobei SPIE die Lose drei und vier mit insgesamt knapp 25 Kilometern Länge verwirklicht. Ende 2021 soll die komplette neue Leitung ans Netz gehen. (ds)

www.spie.de

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