co.met: Kameragestützte Zählerstandserfassung für Selbst- und Sichtablesung

08.05.2020 – Mit dem Rollout intelligenter Messsysteme fällt auch der Startschuss für die Digitalisierung im Messwesen. Doch verpflichtend fernauslesbar werden nur rund 10 Prozent aller Stromzähler – nämlich jene in Betrieben und Haushalten, die jährlich mehr als 6.000 kWh verbrauchen. Alle übrigen Verbraucher erhalten moderne Messeinrichtungen, die weiterhin vor Ort ausgelesen werden müssen. Gleiches gilt für das Gros der Gas-, Wasser- und Wärmezähler.

In der überwiegenden Zahl der Fälle schicken die Versorgungsunternehmen entweder eigene oder beauftragte Zählerableser los. Alternativ werden die Kunden zur Selbstablesung aufgefordert.

comet_Dirckx_20200212_072_1671
Mit der Ablesemanagement-Lösung co.read können die Zählerwerte per Smartphone erfasst und direkt ins Backendsystem gesendet werden. Foto: co.met GmbH, Dirckx

Rücklaufprozesse der Zählerstandsmeldungen digitalisieren

Die co.met GmbH unterstützt über 500 Versorgungsunternehmen aller Sparten in ganz Deutschland unter anderem auch bei der Kundenselbstablesung. Dabei kommt die selbst entwickelte Ablesemanagement-Lösung co.read zum Einsatz. Nun stellt der Messdienstleister aus Saarbrücken eine neue Funktionalität bereit, mit der die Zählerwerte per Smartphone erfasst und direkt ins Backendsystem gesendet werden können.

Ohne eine spezielle App auf Smartphone oder Tablet herunterladen zu müssen, können Endkunden ihre Zählerstände gleichzeitig scannen, fotografieren und zum Messdienstleister übertragen. Möglich macht dies die kameragestützte Zählerstandserfassung der Anyline GmbH aus Wien. Seit Juni 2019 kooperiert co.met mit dem Unternehmen und hat die Software in ihre Lösungen zur Messwertebeschaffung integriert. Die bildbasierte Zählerstandserfassung ist über co.read und das Workforce-Management co.mobile verfügbar und kann somit bei der Selbst- und Sichtablesung oder beim Zählerwechsel eingesetzt werden. Mehrere Versorgungsunternehmen nutzen das Tool bereits und sind nach Angaben von co.met begeistert. „Die ersten Erfahrungen mit der neuen Funktion könnten besser nicht sein“, so co.met-Geschäftsführer Thomas Hemmer. (pq)

www.co-met.info