Black-Building-Test in der Hamburger Elbphilharmonie

14.02.2020 – SPIE Deutschland & Zentraleuropa ist für den Großteil der gebäudetechnischen Anlagen in der Hamburger Elbphilharmonie verantwortlich. Fällt dort der Strom aus, müssen die wichtigsten technischen Anlagen, wie zum Beispiel Brandmelde- und Entrauchungsanlagen, die Brandfall- und Lüftungssteuerung, Sprachalarmierung, Notbeleuchtung sowie einige Aufzüge funktionieren. Für solch ein Notfallszenario hat SPIE mit einem sogenannten Black-Building-Test die Anlagentechnik im Hamburger Wahrzeichen von Grund auf überprüft. Dazu wurde die Elbphilharmonie an einem Wochentag nachts um 00:01 Uhr für mehr als eine Stunde vollständig vom Hamburger Stromnetz getrennt. Der Test Ende vergangenen Jahres war nach Angaben von SPIE der erste seiner Art seit der Eröffnung des Konzerthauses vor drei Jahren. Er wurde in der Bauphase erstmals erfolgreich durchgeführt und wird nun alle drei Jahre wiederholt.

Die Prüfgesellschaft DEKRA überwachte die Durchführung und bescheinigte anschließend die ordnungsgemäße Funktion der gebäude- und sicherheitstechnischen Anlagen, die während eines Stromausfalls über Notstromaggregate betrieben werden. „Bereits seit Juni 2019 haben unsere Ingenieure und Service-Techniker gemeinsam mit DEKRA-Prüfern die einzelnen Anlagen der Gebäudetechnik für sich allein kontrolliert“, erklärt der zuständige Projektleiter von SPIE, Henri Mickan. Während des Black-Building-Tests wurde schließlich das Zusammenspiel sämtlicher technischer Anlagen ohne externe Stromzufuhr getestet und die Versorgung aller sicherheitstechnischen Einrichtungen im simulierten Ernstfall überprüft.

Erfolgreicher Test dank guter Zusammenarbeit

SPIE ist für einen Großteil der gebäudetechnischen Anlagen in der Hamburger Elbphilharmonie verantwortlich. Um die Funktionsfähigkeit der wichtigsten Geräte auch bei Stromausfall zu gewährleisten, hat SPIE nun einen Black-Building-Test durchgeführt. Foto: SPIE Deutschland & Zentraleuropa

Insgesamt dauerte die Prüfung von Mitternacht bis 08:30 Uhr am nächsten Morgen. Nachdem SPIE zunächst die technischen Anlagen im Konzertbereich mit den beiden Konzertsälen kontrolliert hatte und dafür eine Stunde den Strom in der gesamten Elbphilharmonie abstellte, arbeitete sich das Team in Etappen durch die anderen Nutzungsbereiche wie Parkhaus, Plaza, Hotel sowie die Gastronomie- und Wohnbereiche. Henri Mickan zieht ein sehr positives Fazit aus der für sein Team arbeitsreichen Nacht: „Kleinere Bauteile wie Netzteile, Controller oder Sicherungen konnten direkt instandgesetzt werden. Bei größeren Bauteilen konnten wir über Kompensationsmaßnahmen den Regelbetrieb wieder zügig herstellen. In Relation zur Gebäudegröße und dem Technisierungsgrad haben wir nur ein geringes Schadensbild festgestellt und sind damit sehr zufrieden“, fasst Henri Mickan zusammen. Um nichts dem Zufall zu überlassen, hatte das Team von SPIE zusätzlich die Elektroingenieure eingebunden, die an der Planung der Elbphilharmonie beteiligt waren. Der Black-Building-Test verlief auch dank der guten Zusammenarbeit mit den Nutzern der unterschiedlichen Bereiche der Elbphilharmonie reibungslos. Er wurde bewusst in die Nacht gelegt, um den normalen Gebäudebetrieb so wenig wie möglich zu stören.

Von Beginn an vor Ort

Schon während der Bauphase wurde SPIE 2013 als Generaldienstleister für die allgemeinen gebäudetechnischen Dienstleistungen in der Elbphilharmonie beauftragt. Seit der Inbetriebnahme im November 2016 ist der Multitechnik-Dienstleister mit 20 Mitarbeitern vor Ort und verantwortet die gebäudetechnischen Anlagen in den öffentlichen Bereichen der Elbphilharmonie wie in Teilen des Hotels, der Parkgarage, der Konzertsäle und der Gastronomieflächen. SPIE ist unter anderem zuständig für die Gebäudeleittechnik, die übergeordnete Brandmeldeanlage und die Sprachalarmierung sowie die Wartung der Aufzüge. „Mit dem erfolgreichen Black-Building-Test haben wir wiederholt sichergestellt, dass wir auf schwierigste Bedingungen vorbereitet sind und die sicherheitstechnische Versorgung der Elbphilharmonie auch im Ernstfall gewährleisten können“, sagt Björn Seifarth, Niederlassungsleiter Hamburg bei SPIE. (pq)

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