Steuerliche Barrieren für Mieterstrom bei Genossenschaften werden beseitigt

01.07.2019

Im Bundesrat wurde am 28. Juni 2019 eine Änderung des Körperschaftssteuergesetzes verabschiedet, die es Genossenschaften nun ermöglicht, Mieterstrom aus Solaranlagen anzubieten ohne dadurch steuerliche Risiken einzugehen, wie die SOLARIMO GmbH mitteilt. Konkret erlaubt die Gesetzesänderung, bis zu 20 Prozent der gesamten Umsätze mit anderen Einnahmen als der Vermietung von Wohnraum zu erzielen, wenn die zusätzlichen Einnahmen aus dem Betrieb von Solaranlagen mit Mieterstrom kommen. Bisher durften insgesamt nur 10 Prozent der Umsätze aus anderen Tätigkeiten stammen. „Viele Genossenschaften haben aufgrund der steuerlichen Risiken bislang auf Mieterstrom verzichtet. Durch die Änderungen werden in Zukunft viel mehr Mieter von der günstigen Sonnenenergie profitieren“, sagt Daniel Fürstenwerth, Geschäftsführer von SOLARIMO.

PV-Anlage auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses

Die Ende Juni 2019 verabschiedete Änderung des Körperschaftssteuergesetzes ermöglicht es Vermietern nun, Mieterstrom aus Solaranlagen ohne steuerliche Risiken anzubieten. Foto: SOLARIMO GmbH

Die Gesetzesänderung sei allerdings nur ein erster Schritt, um steuerliche Barrieren für Immobilienbesitzer zu beseitigen. „Zum einen wurde in der Formulierung des Gesetzes missachtet, dass Genossenschaften nur selten den Strom selber verkaufen möchten. Dies muss noch korrigiert werden, damit auch die Einnahmen aus einer Verpachtung der Anlage an einen Dienstleister möglich werden. Zum zweiten sind viele Genossenschaften aus historischen Gründen voll steuerpflichtig. Die steuerliche Unschädlichkeit muss auch auf diese ausgeweitet werden, indem das Gewerbesteuergesetz modernisiert wird“, betont Fürstenwerth.

SOLARIMO bietet Mieterstromprojekte in Deutschland an und hat sich unter anderem auf solche mit Genossenschaften spezialisiert. Geschäftsführer Fürstenwerth hebt hervor, dass auch heute schon Mieterstrom für Genossenschaften ohne Risiken und Kosten möglich ist. „In diesem von Genossenschaften umgesetzten Modell übernimmt ein Kooperationspartner alles: von der Investition in die PV-Anlage bis zum Stromverkauf an die Mieter.“ Die Genossenschaft erhält dafür eine symbolische Dachpacht, die für die Körperschaftssteuerbefreiung kein Risiko darstelle. (vb)

www.solarimo.de

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